Musikindustrie
Die Musikindustrie bezeichnet den Industriezweig, der Musik produziert. D.h. von der Aufnahme über die Produktion von Tonträgern bis hin zum Vertrieb.Die Musikindustrie wird vertreten von so genannten Labels. Die fünf großen Labels (auch Major genannt) sind:
- Universal (inkl. Polydor-Island-Group und Motor-Urban-DefJam)
- Sony (inkl. Columbia und Epic)
- Warner Bros
- BMG
- EMI
- Virgin
- Rough Trade
- Zomba (inkl. Jive)
Dies erklärt sich u.a. durch strategische Fehlausrichtungen, der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage und dadurch das eigentlich nur noch ein Remix alter Songs auf den nächsten kommt. Auch zunehmende Poularität so genannter Musiktauschbörsen wird dafür verantwortlich gemacht. Wobei es auch Untersuchungen gibt, dass gerade diejenigen, die Musik, aus dem Internet herunterladen dann später auch die zugehörigen CDs kaufen.
Die auf das Medium CD fixierte Musikindustrie verschlief jahrelang den Aufschwung des Internets und versuchte danach lange vergeblich die Technologie vom Markt zu klagen. Mittlerweile versucht man die Fehlsteuerung zu korrigieren, indem eigene kostenpflichtige Angebote im Internet platziert wurden. Auch die Fixierung auf mit immer größerem Budget ausgestatteten "gecasteten" "Künstlern" löste die strategischen Erwartungen der Musikindustrie nicht ein.
Zusätzlich versieht die Musikindustrie Un-CDs mit Kopierschutz was aber dann auch viele potentielle Käufer abschreckt, da diese nicht mehr auf allen Geräten funktionieren. Vor allem portable Geräte, CD-Spieler fürs Auto und PC-Laufwerke verweigern oft den Dienst.
Siehe auch: GEMA , Musikpiraterie
Literatur
Janko Röttgers: Mix, Burn & R.I.P. - Das Ende der Musikindustrie, ISBN 3936931089






