Multivibrator
Ein Multivibrator ist eine elektronische Schaltung, die sich in zwei Zuständen befinden kann, zwischen denen sie hin und her schaltet. Sie besteht im Prinzip aus zwei wechselseitig gekoppelten Schaltern, wobei das Einschalten des einen ein Ausschalten des anderen zur Folge hat.
- S1 eingeschaltet und S2 ausgeschaltet,
- S1 ausgeschaltet und S2 eingeschaltet.
Monostabiler Multivibrator: Eines der Koppelglieder ist ein Widerstand, z.B. K1, das andere ein Kondensator, z.B. K2. Es gilt zunächst das oben Gesagte, wenn S1 aus ist. Dann liegt (+) über K1 an S2 und hält ihn eingeschaltet. Dieser Zustand ist stabil. Wenn man ein Signal von außen an den Steuereingang von S1 legt, wird dieser eingeschaltet. Dadurch wird wieder S2 ausgeschaltet, und (+) wird über K2 an S1 gelegt und hält ihn eingeschaltet. Nun lädt sich aber der Kondensator K2 auf, bis kein Strom mehr durch ihn fließt. Folglich fällt das positive Signal am Steuereingang von S1 wieder ab und er schaltet wieder aus. Der zweite Zustand ist also nicht stabil, sondern die Schaltung fällt nach einer Zeit, die durch die Kapazität von K2 und die Größe von R2 gegeben ist (proportional zum Produkt R2*K2), wieder in den Anfangszustand zurück. Anwendung: Zeitgeber (Timer), um einen Stromkreis nur für eine bestimmte Zeit einzuschalten, z.B. Treppenhauslicht.
Astabiler Multivibrator: Beide Koppelglieder sind Kondensatoren. Somit ist jeder der beiden Zustände nicht stabil und die Schaltung kippt abwechselnd zwischen den beiden Zuständen hin und her. Durch die Größe von R1, K1 und R2, K2 kann man die Zeiten verändern, die die Schaltung jeweils in den beiden Zuständen verbringt. Ist R1*K1 = R2*K2, so ist sie in beiden gleich lang. Anwendung: Signalgenerator zur Erzeugung von (Kipp-)Schwingungen.






