Maske
Dieser Artikel befasst sich mit der Maske als Verkleidung.
Andere Bedeutungen: siehe unter Maske (Begriffsklärung).
Bei der Maske (ital./frz./arab.) handelt es sich nach dem Duden in erster Linie um eine künstliche Hohlgesichtsform. Ihrem Ursprung nach war die Maske ein vor dem Gesicht getragenes plastisches Gebilde (Larve) aus Holz, Leder, Ton, Tuch, heute auch Kunststoff (Latex) oder wurde als Sammelbezeichnung der Verhüllung des Körpers verwendet.
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| Neuzeitliche Theatermaske für den Darsteller des Mephisto |
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Die Wurzel der Maske liegt im Kult. So wird sie heute noch bei Naturvölkern bei rituellen Tänzen benutzt, um Schutzgottheiten zu erflehen oder böse Geister abzuschrecken. Aus dem Neolithikum kennt man Felsenzeichnungen von Zauberern bzw. Schamanen, die ebenfalls Masken tragen.
Im griechischen Theater benutzten die Schauspieler typisierte Masken, um die Gefühle ihrer Rollen besser zum Ausdruck zu bringen und mittels der Ausbildung des Mundes als Schalltrichter den Schall zu verstärken. In vier festen Ledermasken, die eindeutige Typen belegen, bestehen sie seit der Renaissance in der Commedia dell´ Arte weiterhin fort. (siehe: Harlekin - Bajazzo)
Im japanischen und chinesischen Theater gibt es sowohl starre Masken als auch maskenhafte Make-ups.
Siehe auch: Maske (Theater)
Im alemanischen Volksbrauch ist die Gesichtsmaske und die Gesamtverhüllung immer noch, insbesondere zu Fastnacht, allgegenwärtig.
Seit dem Mittelalter verdrängt die Schminkmaske den festen Typus immer mehr. Lediglich im Clown des Zirkus, als Kostüm im Karneval, Fasching, Fastnacht, Halloween und vereinzelt in der Pantomime (siehe: Mummenschanz) lebt die starre Maske im europäischen Raum weiter.
Seit der Antike kennt man auch Totenmasken, die sich insbesondere während der Klassik großer Beliebtheit erfreuten, um sich an die Verschiedenen besser erinnern zu können. Der heutige Betrachter wird jedoch eher vom Anblick des eingefallenen Gesichts (z.B. Totenmaske Friedrich des Großen) abgeschreckt, sodass ein Wiederaufkommen der Totenmaske, wie in der Presse kürzlich berichtet wurde, nur schwer zu glauben ist.
In der Architektur wurde die Maske in der Gotik, Renaissance und im Barock gerne als Bauschmuck (Wasserspeier, Türklopfer, Schluss-Stein etc.) verwendet. (siehe: Kriegermasken am Berliner Zeughaus von Andreas Schlüter, 1696)
Ethnologische Masken aus der Südsee (Papua-Neuguinea etc.) des Völkerkundlichen Museums in Paris hatten einen großen Einfluss auf Maler und Bildhauer der Moderne, wie z.B. Pablo Picasso, der ihre Bedeutung für seine Kunst besonders herausstrich.Entwicklung
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