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Mainz

{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" bgcolor="#FFDEAD" align="right" ! align="center" bgcolor="#FFDEAD" | Wappen ! align="center" bgcolor="#FFDEAD" | Karte |----- bgcolor="#FFFFFF" | align="middle" | | |----- ! colspan="2" align="center" bgcolor="#FFDEAD" | Basisdaten |----- bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: || Rheinland-Pfalz |----- bgcolor="#FFFFFF" | Ehem. Regierungsbezirk: | Rheinhessen-Pfalz |----- bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: || Kreisfreie Stadt |----- bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: || 97,75 km² |----- bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: || 202.441 (31.12.2002) |----- bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: || 2.071 Einwohner/km² |----- bgcolor="#FFFFFF" | durchschnittliche Höhenlage: | 85 m (Rhein) bis 285 m
über NN (Mainz-Ebersheim) |----- bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: || 55001-55131 (alt: 6500)
|----- bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahlen: || 06131 |----- bgcolor="#FFFFFF" | Lage: | 50° 00' nördlicher Breite
8° 16' östlicher Länge |----- bgcolor="#FFFFFF" | KFZ-Kennzeichen: || MZ |----- bgcolor="#FFFFFF" | Amtliche Gemeindekennzahl: || 07 3 15 000 |----- bgcolor="#FFFFFF" | Gliederung des Stadtgebiets: || 15 Ortsbezirke |----- bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: || Jockel-Fuchs-Platz 1
55116 Mainz |----- bgcolor="#FFFFFF" | Webseite: || www.mainz.de |----- bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@stadt-mainz.de |----- ! colspan="2" align="center" bgcolor="#FFDEAD" | Politik |----- bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: || Heinz Jens Beutel (SPD) |----- bgcolor="#FFFFFF" | Stärkste Fraktion: || CDU |}

Mainz (frz. Mayence, mundartl. Määnz) ist die Landeshauptstadt und größte Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Die Universitätsstadt liegt gegenüber des Zusammenflusses von Main und Rhein. Die Stadt versteht sich als eine Hauptstadt des Frohsinns und der guten Laune (Määnzer Fassenacht). Nächst größere Städte sind Wiesbaden jenseits des Rheins und Frankfurt am Main ca. 35 km östlich.

Mainz bildet eines der 5 Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz.

Die Einwohnerzahl der Stadt Mainz überschritt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Table of contents
1 Nachbargemeinden
2 Geographie
3 Wappen
4 Geschichte
5 Religionen
6 Politik
7 Wirtschaft
8 Verkehr
9 Medien
10 Universitäten und Fachhochschulen
11 Städtepartnerschaften
12 Stadtgliederung
13 Entwicklung des Stadtgebiets
14 Eingemeindungen
15 Einwohnerentwicklung
16 Kultur und Sehenswürdigkeiten
17 Theater
18 Museen
19 Bauwerke
20 Sonstige Sehenswürdigkeiten
21 Persönlichkeiten
22 Ehrenbürger
23 Söhne und Töchter der Stadt
24 Sonstiges
25 Regelmäßige Veranstaltungen
26 Weblinks

Nachbargemeinden

im Uhrzeigersinn beginnend im Norden

Rechtsrheinisch (Hessen): Landeshauptstadt Wiesbaden (kreisfreie Stadt) und Ginsheim-Gustavsburg (Kreis Groß-Gerau)
Linksrheinisch (alle Gemeinden gehören zum Landkreis Mainz-Bingen): Bodenheim und Harxheim (zur Verbandsgemeinde Bodenheim), Mommenheim (zur Verbandsgemeinde Oppenheim), Zornheim, Nieder-Olm, Ober-Olm, Klein-Winternheim und Essenheim (alle zur Verbandsgemeinde Nieder-Olm), Wackernheim und Heidesheim am Rhein (zur Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein) und Budenheim (verbandsfreie Gemeinde)

Geographie

Mainz liegt am linken Ufer des Rheins, der die östliche Stadtgrenze bildet. Im Süden und Westen wird die Stadt vom Rande der rheinhessischen Hochfläche begrenzt und im Norden dehnt sich ein vom Rhein zurückgewichenes Ufervorland aus.

Wappen

Beschreibung:
In Rot zwei durch ein silbernes Kreuz verbundene, schräg gestellte, sechsspeichige silberne Räder. Die Stadtfarben sind Rot-Weiß.
Bedeutung:
Das "Mainzer Rad" als Wappensymbol taucht erstmals im 14. Jahrhundert auf, nachdem zuvor der Hl. Martin als Schutzpatron der Stadt auf den Siegeln abgebildet war. Die Herkunft des Rades ist mit dem Wappen des Kurfürstentums Mainz zu erklären, das ebenfalls das Rad im Wappen führte und welches über die Stadt herrschte. Zur Abgrenzung zum Staatswappen wurde im 16. Jahrhundert das Rad schräg gestellt. Zwischen 1811 und 1915 trug das Wappen noch ein besonderes Schildhaupt.

Geschichte

Mainz geht zurück auf die Gründung eines Stützpunktes durch die Römer bei einer Kelten-Siedlung. Der römische Name für Mainz Moguntiacum leitet sich von einer keltischen Gottheit her. Im Laufe der Geschichte veränderte sich der Name der Stadt mehrmals: 9. Jh. Maginza, 12. Jh. Megunze, dann Megenze und ab 1320 Meintz bzw. Mentz oder Mainz. Der heute amtliche Name war ab dem 16. Jh. vorherrschend, seit dem 18. Jh. allein im Gebrauch.

Von Mainz aus wurden die Germanen und Slawen christianisiert. Der Erzbischof von Mainz gehörte zu den sieben Kurfürsten, die den deutschen Kaiser wählten und war Erzkanzler des heiligen Römischen Reiches. Neben Rom ist Mainz die einzige Diözese die den Titel heiliger Stuhl (sancta sedes) führt. Bis zur Säkularisation war Mainz Erzbistum und der Mainzer Bischof führte als Stellvertreter des Papstes nördlich der Alpen den Ehrentitel Primas Germaniae.

In napoleonischer Zeit gehörte Mainz zu Frankreich und war Hauptstadt eines französischen Departements. Dann wurde es Teil des Großherzogtums Hessen (Rheinhessen).

Die Universität wurde im Jahr 1476 gegründet und Ende des 18. Jh. geschlossen. Die jetzt existierende Mainzer Universität ist eine Neugründung aus der Nachkriegszeit.

Im Zuge der Grenzziehung zwischen der amerikanischen und französischen Besatzungsmacht nach dem 2. Weltkrieg wurde 1945 der Rhein die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen. Infolgedessen wurden die Mainzer Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim der späteren hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden zugeordnet. Die ebenfalls rechtsrheinischen Stadtteile Gustavsburg, Ginsheim und Bischofsheim wurden wieder selbständige Gemeinden. Mainz wurde Hauptstadt des neuen Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Religionen

Mainz wurde um 750 Sitz eines Bistums bzw. Erzbistums. Erster Erzbischof von Mainz wurde Lullus bereits im Jahre 754. Das Bistum wurde später eines der führenden geistlichen und zugleich weltlichen Territorien des Heiligen. Römischen Reichs deutscher Nation. Der Erzbischof war gleichzeitig einer der Kurfürsten, die den deutschen König wählten. Die Reformation konnte im katholischen Kurfürstentum daher kaum Fuß fassen. 1797 zerbrach das Erzbistum durch die Wirren der Französischen Revolution, so dass es 1803 aufgelöst wurde. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam sein Territorium überwiegend zu Frankreich, ab 1816 dann zum Großherzogtum Hessen (daher die Bezeichnung Rheinhessen). 1821 wurde Mainz erneut Bischofssitz eines neu zugeschnittenen Bistums für das Großherzogtum Hessen, das der Kirchenprovinz Freiburg unterstellt wurde. Die katholischen Gemeinden der Stadt gehören daher heute zum Dekanat Mainz innerhalb der Diözese Mainz.

Seit 1715 gab es in Mainz eine kleine lutherische Garnisonsgemeinde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden vermehrt die inzwischen in die Stadt zugezogenen Protestanten geduldet. Eigene Kirchen erhielten sie jedoch zunächst nicht. 1802 wurde die erste evangelische Kirchengemeinde als "unierte" gegründet, d.h. sie hatte sowohl lutherische als auch reformierte Gemeindeglieder. Sie galt als Vorbild für die 1822 durchgeführte Union beider Konfessionen in Rheinhessen. 1832 wurde Rheinhesse auch kirchlich Bestandteil der Evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen, wo Rheinhessen eine eigene Superintendentur bildete. Nach vorübergehender Verlegung des Sitzes der Superintendentur nach Darmstadt (1882) wurde Mainz 1925 erneut Sitz. 1934 wurde aus der Superintendentur die Propstei Rheinhessen, in der nunmehr mit Nassau vereinigten Kirche. Die Kirchengemeinden der Stadt gehören seither - sofern sie nicht einer Freikirche angehören - zum Dekanat Mainz (Propstei Rheinhessen) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Politik

Der Erzbischof von Mainz war in früheren Jahrhunderten auch Oberhaupt der Stadt. Doch gab es auch einen Rat der Stadt, der geringfügige Rechte hatte, z.B. Ernennung des Schultheißen. Immer wieder versuchte die Stadt, sich vom Erzbischof zu lösen, was jedoch nur teilweise für mehr oder weniger kurze Zeit gelang. 1160 erschlugen die Bürger den Erzbischof Arnold von Selenhofen, wofür sie von Kaiser Friedrich I. Barbarossa mit dem Verlust ihrer Mauer und ihrer Freiheiten bestraft wurden. Ab 1462 war die Stadt endgültig unter der Obrigkeit des Erzbischofs. Dieser setzte einen Hauptmann, später Amtmann bzw. "Vicedom", als Vertreter des Erzbischofs ein. Während der Schwedenzeit (30jähriger Krieg) stand an der Spitze der Stadt ein Schultheiß. Nach der französischen Besitzergreifung 1798 wurde in Mainz die Munizipalverfassung mit einem Maire an der Spitze eingeführt. In hessischer Zeit ab 1816 wurde Mainz Hauptstadt der Provinz Rheinhessen und Sitz eines Kreises (bis 1835, später entstand dann ein Kreis Oppenheim und schließlich wieder ein neuer Landkreis Mainz). Die Stadt blieb bei ihrer Bürgermeisterverfassung. An der Spitze stand somit ein Oberbürgermeister. Die Stadtverfassung innerhalb Hessens wurde mehrmals verändert und 1935 wurde die Deutsche Gemeindeordnung eingeführt. 1938 schied die Stadt aus dem Landkreis Mainz aus und wurde eine kreisfreie Stadt.

Die Stadtoberhäupter seit 1800:

Wirtschaft

Verkehr

Durch das Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn A 60 Dreieck Nahetal-Darmstadt und von dieser abzweigend in Richtung Norden nach Wiesbaden die A 643. Richtung Süden führt die A 63 nach Alzey. Ferner führen die Bundesstraßen B 9 und B 40 durch das Stadtgebiet.

Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Stadtwerke Mainz AG sowie anderer Verkehrsunternehmen. Ferner ist die Stadt an das S-Bahn-Netz Rhein-Main angeschlossen. Alle öffentlichen Verkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) zu benutzen.

Medien

Die Stadt Mainz ist Sitz des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), des Landesfunkhauses Rheinland-Pfalz des Südwestrundfunks (SWR) sowie des Studios Rhein-Main der privaten Rheinland-Pfälzischen Rundfunk GmbH & Co KG RPR. Als Tageszeitung erscheinen die "Allgemeine Zeitung" sowie die "Mainzer Rhein-Zeitung".

Universitäten und Fachhochschulen

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften:

Städtefreundschaft:

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Mainz ist entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Mainz in 15 Ortsbezirke aufgeteilt. Jeder Ortsbezirk hat einen aus jeweils 13 direkt gewählten Mitgliedern bestehenden Ortsbeirat und einen ebenfalls direkt gewählten Ortsvorsteher, welcher Vorsitzender des Ortsbeirats ist. Der Ortsbeirat ist zu allen wichtigen Fragen, die den Ortsbezirk berühren, zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Mainz.

Die Ortsbezirke sind zum Teil in Stadtteile untergliedert. Diese Einteilung dient jedoch lediglich statistischen Zwecken.

Die Ortsbezirke der Stadt Mainz:

Entwicklung des Stadtgebiets

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Mainz eingegliedert wurden.

{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0" |----- bgcolor="#efefef" | Jahr || Orte || Zuwachs in ha |----- | 13. Jh. | Selenhofen (heute nicht mehr abgrenzbar) | align="right" | ? |----- | 23.05.1805 || Zahlbach || align="right" | ? |----- | 01.04.1907 || Mombach || align="right" | 608 |----- | 01.04.1908 || Kastel und Amöneburg ¹ | align="right" | 1.332 |----- | 01.01.1913 || Kostheim ¹ || align="right" | 953 |----- | 01.01.1930 || Bretzenheim || align="right" | 1.343 |----- | 01.01.1930 || Weisenau || align="right" | 390 |----- | 01.01.1930 || Bischofsheim ² || align="right" | 930 |----- | 01.01.1930 || Ginsheim-Gustavsburg ² | align="right" | 1.477 |----- | 01.04.1938 || Gonsenheim || align="right" | 1.058 |----- | 1969 | Drais, Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Laubenheim, Marienborn | align="right" | ? |}

¹ seit September 1945 unter treuhänderischer Verwaltung der Stadt Wiesbaden
² seit September 1945 eigenständige Gemeinden im Kreis Groß-Gerau

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

{| border="1" cellspacing="0" ! style="background:#efefef;" | Jahr ! style="background:#efefef;" | Einwohnerzahlen |----- | 1463 || align="right" | 5.750 |----- | 1771 || align="right" | 26.753 |----- | 1799 || align="right" | ca. 21.000 |----- | 1822 || align="right" | 26.800 |----- | 1852 || align="right" | 36.741 |----- | 1871 || align="right" | 47.483 |----- | 1890 || align="right" | 71.395 |----- | 1900 || align="right" | 84.335 |----- | 1910 || align="right" | 110.634 |----- | 16. Juni 1925 ¹ || align="right" | 108.537 |----- | 16. Juni 1933 ¹ || align="right" | 142.627 |----- | 17. Mai 1939 ¹ || align="right" | 124.760 |----- | 13. September 1950 ¹ || align="right" | 88.369 |----- | 6. Juni 1961 ¹ || align="right" | 134.400 |----- | 27. Mai 1970 ¹ || align="right" | 174.900 |----- | 30. Juni 1975 || align="right" | 183.500 |----- | 30. Juni 1980 || align="right" | 186.700 |----- | 30. Juni 1985 || align="right" | 188.200 |----- | 27. Mai 1987 ¹ || align="right" | 172.524 |----- | 30. Juni 1997 || align="right" | 185.500 |} ¹ Volkszählungsergebnis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Museen

Bauwerke

Sonstige Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

In der Reihenfolge der Verleihung des Ehrenbürgerrechts (nur eine kleine Auswahl):

Söhne und Töchter der Stadt

Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Mainz geborene Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Mainz hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

In Mainz lebte ferner der Hl. Bonifatius, der ab 732 Erzbischof war und von 745 bis 755 den Bischofsstuhl in Mainz innehatte.

Sonstiges

Regelmäßige Veranstaltungen

Weblinks


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