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Madhyamika

Die Madhyamaka (»Der Mittlere Weg« [zwischen Bejahung und Verneinung]). Philosophenschule des Mahayana-Buddhismus. Sie ist eine Gründung des indischen Philosophen Nagarjuna, der im 2. Jahrhundert lebte.

Im Zentrum der Madhyamaka-Philosophie steht die Lehre von der »Leerheit« (skt. shunyata), d.h. der allen Dingen eignenden Irrealität als einziger Wirklichkeit.

»Nicht aus sich selbst, nicht aus einem anderen, nicht aus beidem, nicht grundlos sind irgendwelche Dinge irgendwo und irgendwann entstanden«, lehrt Nâgârjuna.

Die Welt und ihre Erscheinungen sind nicht, da sie immer nur aus verursachenden und selbst wesenlosen Bedingungen (pratîtyasamutpâda) oder Voraussetzungen hervorgehen und folglich kein Sein in sich tragen. Die Dinge sind ohne Eigennatur (ohne inhärente Existenz) (svabhâvatâ); sie sind letztlich leer (shûnya). Die Leere (shûnyatâ) ist aber kein Nichts, denn ein angenommenes Nichts wäre ja auch ein Etwas und somit als ein Sein zu qualifizieren. Somit gibt es weder Sein und noch Nichtsein, sondern nur die allen Phänomenen zugrunde liegende Leerheit.

Die Madhyamaka wurde zusammen mit der anderen großen Philosophenschule des Vijñanavada zur Grundlage des philosophischen Denkens des Mahayana. Nach dem Untergang des Buddhismus in Indien (11./12. Jahrhundert) formierte sich die Denkschule in China (hier San-lun genannt) und in Japan (hier Sanron genannt).

Die Anhänger der Madhyamaka werden Madhyamika genannt.




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