Lübecker Marienkirche

Lübecker Marienkirche
Die Lübecker Marienkirche (offiziell St. Marien, Lübecker Bürger- und Marktkirche, Symbol für Macht und Wohlstand der alten Hansestadt) schmückt als Deutschlands drittgrößte Kirche den höchsten Punkt der Lübecker Altstadtinsel. Sie gilt mit ihren 750 Jahren als Mutterkirche der norddeutschen Backsteingotik und ist Vorbild für rund 70 Kirchen im Ostseeraum. Mit ihr wurde in Lübeck der hochaufstrebende Gotik-Stil aus Frankreich mit norddeutschem Backstein umgesetzt.
Sie beherbergt nicht nur das höchste Backsteingewölbe der Welt (38,5 m im Mittelschiff), desweiteren steht an ihrer Südseite die weltweit größte mechanische Orgel mit 15.000 Pfeifen. Die Türme sind ca. 125 m hoch.
Die Marienkirche steht im Viertel der Kaufleute, welches sich von den Speichern am Traveufer bis hoch zu St. Marien erstreckt.
Nach Bombentreffern in der Palmarum Nacht vom 28. auf den 29. März 1942 brannte St. Marien, wie auch St. Petri (Lübecker Petrikirche) und große Teile der Innenstadt, völlig aus. Im Südturm der Marienkirche liegen noch heute die in der Bombennacht vom brennenden Dachstuhl herabgestürzten Glocken. Sie verbleiben dort in unveränderter Position in Gedenken aller Toten fern der Heimat.
Bauzeit: ca. 1250 bis 1350
Baustil: Gotik
Besonderheiten:
- Die Astronomische Uhr, ein Kleinod der Kunst- und Sakralgeschichte. Um 12 Uhr mittags erklingt das Glockenspiel und der Lauf der Figuren setzt sich in Gang.
- Der größte Kunstfälscherskandal (1952) der damals noch jungen Bundesrepublik geht zurück auf den Lübecker Künstler Lothar Malskat, der während der Restaurierung vorhandener Heiligenfresken aus der Zeit um 1300 einige Motive nach eigenem Entwurf ergänzte.
- April bis September - 10 bis 18 Uhr
- Oktober bis März - 10 bis 16/17 Uhr, je nach Helligkeit
- April bis September, samstags 15.15 Uhr
- in den Sommermonaten zusätzl. mittwochs 15.15 Uhr
- im Juni zusätzl. auch abends






