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Lübeck

Die kreisfreie und Hansestadt Lübeck liegt in Deutschland im Bundesland Schleswig-Holstein. Die Stadt liegt an der unteren Trave, Hafenstadt an der Lübecker Bucht.


Wappen der Stadt Lübeck

Table of contents
1 Geschichte
2 Politik
3 Geographie
4 Persönlichkeiten
5 Kulinarische Spezialität
6 Sehenswürdigkeiten
7 Stadtteile
8 Wirtschaft
9 Bildung
10 Verkehr
11 Weblinks

Geschichte

Bereits zur Zeit Karls des Großen ist Lübeck bekannt. Eine Siedlung Liubicen wird von Adam von Bremen um das Jahr 1076 erwähnt. 1138 wird diese von Slawen abgebrannt. Die Stadt Lübeck in der heutigen Lage wurde 1143 durch Adolf II., Graf von Schauenburg und Holstein gegründet und 1159 nach einem Brand durch Heinrich den Löwen wiederaufgebaut. Die Stadt nahm rasch Aufschwung und war in der Hansezeit Hauptort der Hanse und zeitweise wichtigste Handelsstadt des nördlichen Europas.


Lübeck: Holstentor
Das Lübecker Stadtrecht galt in vielen Hansestädten.

Hamburg und Lübeck arbeiteten zusammen, während Hamburg insbesondere den Nordseeraum und Westeuropa abdeckte, orientierte sich der Seeverkehr Lübecks besonders nach Skandinavien und in den gesamten Ostseeraum bis nach Nowgorod. Der Handelsverkehr zwischen den beiden Hansestädten wurde vorwiegend über Land durchgeführt, aber auch per Binnenschiff durch den Stecknitz-Kanal und den Alster-Trave-Kanal. Lübeck unterhielt auch eine bedeutende Kriegsmarine, vor allem zum Schutz gegen Seeräuber.

Mit dem Ende der Hansezeit verlor Lübeck die überragende Bedeutung, blieb aber wichtige Handelsstadt.

Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz verlor Lübeck 1937 seine 711 Jahre andauernde territoriale Eigenständigkeit und wurde zu einem Teil der damals noch preußischen Provinz Schleswig-Holstein.

1987 wurde Lübeck von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Politik

Bürgermeister: Bernd Saxe (SPD)

Geographie

54°51'38" nördlicher Breite, 10°43'46" östlicher Länge

Persönlichkeiten

Kulinarische Spezialität

Sehenswürdigkeiten

Altstadtinsel,
Holstentor (Backsteingotik), Lübecker Marienkirche, Lübecker Dom, Buddenbrockhaus, Günter-Grass-Haus, Lübecker Rathaus, kleinere verwinkelte Gänge, Fischerdorf Gothmund, Ostseebad Travemünde

Stadtteile

Wirtschaft

Der Lübecker Hafen ist der größte deutsche Ostseehafen und Tor nach Skandinavien und ins Baltikum. Zahlreiche Fährlinen verbinden die Lübecker Häfen mit dem gesamten Ostseeraum. Der Skandinavienkai ist der größte Fährhafen Europas - regelmäßig verkehren von hier Jumbofähren nach Trelleborg in Südschweden, nach Malmö und Göteborg in Westschweden, nach Finnland, nach Russland und in die baltischen Staaten.

Die stadtnahen Häfen Hansekai und Roddenkoppelkai werden heutzutage kaum noch für die gewerbliche Seeschifffahrt genutzt. Am Roddenkoppelkai legt alle paar Monate mal ein Viehtransporter an, der Hansekai dient allenfalls Binnenschiffen oder Kurzzeit-Aufliegern als Liegeplatz. Der Konstinkai ist Hauskai der Transfennica-Reederei, die rollende Ladung zu finnischen Häfen befördert. Außerdem werden hier gelegentlich kleine Küstenbulker gelöscht, die Getreide für die BRÜGGEN-Cornflakes-Werke anlanden. Unmittelbar südlich vom Konstinkai ist der Burgtorkai, der früher als Kreuzfahrtterminal diente. Durch der z.Zt. anlaufenden Bau der Nordtangente und die damit verbundene Straßenquerung über die Trave in Höhe des Nordlandkais können große Schiffe den Burgtorkai bald nicht mehr anlaufen. Der Nordlandkai ist "Heimathafen" der riesigen Finncarriers - haushohe RoRo-Schiffe, die rollende Ladung nach Finnland und Russland verschiffen. Gelegentlich machen am ATR-Getreidesilo größere Überseeschiffe fest, die Getreide für Fernost oder Südost-Asien laden. Diese Schiffe stellen für Schiffsenthusiasten einen wahren Leckerbissen dar. In privater Hand sind die Lehmannkais I-III. Die Lehmann-Reederei hat ihren Sitz in Lübeck, die Schiffe der Reederei laufen allerdings unter sogenannter "Billigflagge". Es handelt sich primär um Küstenbulker, die hauptsächlich Baustoffe in der nordeuropäischen Fahrt transportieren. Die Reederei Lehmann hat Anfang Januar 2004 das Gelände der ehemaligen Flender-Werft gekauft und möchte hier 3-4 RoRo-Anleger bauen. Man hofft, hier weitere Fährlinien in den russischen und baltischen Raum aquirieren zu können Noch recht neu ist der Schlutupkai, an dem hauptsächlich Papier aus Schweden angelandet wird. Der Skandinavienkai ist der Fährhafen der Lübecks - Passagiere und Fracht werden von hier aus nach Schweden, Finnland. Russland und ins Baltikum befördert. Der Ostpreußenkai in Travemünde war bis vor wenigen Jahren der Liegeplatz der "Baltic Star", die hier zu "Butterfahrten" nach Rödbyhavn in Dänemark ablegte. Diese Butterfahrten sind der EU-Politik zum Opfer gefallen, und nun legen gelegentlich Kreuzfahrer am Ostpreußenkai an.

Bildung

Verkehr

Die Stadt wird im Westen von der A1 begrenzt mit den Abfahrten Lübeck-Moisling und Lübeck-Zentrum. Im Norden der Stadt befindet sich das Autobahndreieck Bad Schwartau, an dem die A226 Richtung Lübeck-Travemünde abzweigt und die sich nach 3km in die B75 fortsetzt. Seit 2001 ist der Lübecker Süden über die Anschlussstelle Lübeck-Genin an die A20 angeschlossen, die momentan in Westdeutschland lediglich vom Autobahnkreuz Lübeck (A1/A20) zur Anschlussstelle Lübeck-Genin führt, später aber Lübeck mit Mecklenburg-Vorpommern bis hin zur polnischen Grenze verbinden soll. Hierdurch wird eine Entlastung des seit der Wende sehr verkehrsbelasteten Stadtzentrums erwartet.

Lübeck ist noch nicht an die elektrifizierten Strecken der Deutschen Bundesbahn angeschlossen. Fernzugverbindungen bestehen zwischen Hamburg und Kopenhagen. Regionalzüge fahren nach Hamburg, Lüneburg, Bad Kleinen (auch Halt in Lübeck-St.Jürgen), Kiel, Neustadt und Lübeck-Travemünde-Strand (mit Halt in Lübeck-Kücknitz, Lübeck-Travemünde-Skandinavienkai und Lübeck-Travemünde-Hafen).

Die Lübecker Straßenbahn wurde 1959 stillgelegt. Auch wenn eine Reaktivierung im Gespräch ist, wird z.Zt. der Stadtverkehr über Buslinien bewerkstelligt. Seit dem Fahrplanwechsel am 14.12.2003 ist das Lübecker Tarifgebiet in mehrere Tarifzonen aufgeteilt. Die Buslinien sind:

Lübeck verfügt über einen Regionalflughafen (Lübeck-Blankensee). Dieser Flughafen wird seit 2000 von der irischen Fluggesellschaft
Ryanair als Flughafen "Hamburg-Lübeck" angeflogen und verbindet Lübeck seitdem mit London-Stansted. 2003 kamen weitere Fluglinien nach Bergamo, Stockholm-Skavsta und Pisa hinzu. Seitdem befindet sich der Lübecker Flughafen im Aufwind und konnte seine Passagierzahlen vervielfachen. Zur Zeit werden sieben Verbindungen am Tag angeboten. Innerdeutsche Verbindungen und weitere Auslandsverbindungen sind in Planung. Einen weiteren Aufschwung wird der Flughafen durch die Anbindung an die A20 erhalten und sich so evtl. auch als Alternative für den Hamburger Osten anbieten.

Weblinks


Kreise und Kreisfreie Städte in Schleswig-Holstein:
Dithmarschen | Flensburg | Herzogtum Lauenburg | Kiel | Lübeck | Neumünster | Nordfriesland | Ostholstein | Pinneberg | Plön | Rendsburg-Eckernförde | Schleswig-Flensburg | Segeberg | Steinburg | Stormarn

nds:Lübeck




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