Lodz
Łódź (Aussprache etwa wie "Wudsch"; Lodz oder auch Lodsch) ist die zweitgrößte Stadt in Polen mit 800.000 Einwohnern und Hauptstadt der Woiwodschaft Łódź.
Geschichte
Łódź ist erst ab 1850 aus einem kleinen Dorf gewachsen, nachdem es im Zuge der Industrialisierung zum wichtigsten Standort der Textilindustrie in Kongresspolen (Geschichte Polens) wurde. Aus dieser Zeit sind viele sehenswerte Industriellen-Villen erhalten. Während der deutschen Besatzung hieß Lodz 1940-1945 "Litzmannstadt"; in dieser Zeit wurden v.a. die jüdischen Bürger der Stadt deportiert und ermordet.
Gegenwart
Łódź hat in der Neuzeit sehr an seinem einstigen Ruhm gelitten. Es herrscht eine große Arbeitslosigkeit und die einstigen Prachtbauten zerfallen von innen wie von außen.
Man kann Łódź nur lieben oder hassen. Doch der Ruhm von heute ist ein anderer. Die Filmhochschule hat große Leute wie Roman Polanski hervorgebracht, Fabrikgebäude sind zu Großraumdiskotheken umfunktioniert worden und jährlich findet die "Love Parade" auf dem längsten Boulevard Europas statt. Auf eben diesem soll es laut offiziellen Angaben auch die höchste Dichte an Bars und Klubs in Europa geben, welche sich oft in kleinen Hinterhöfen versteckt halten.
Ebenso versuchen die Stadt, wie auch viele kleine Organisationen den einstigen Flair der Kulturenstadt wieder aufleben zu lassen. Um an das einst friedliche Zusammenleben von Juden, Russen, Polen und Deutschen zu erinnern, findet jedes Jahr das Festival der vier Kulturen statt.






