Lichtverschmutzung
Lichtverschmutzung ist die Aufhellung des Nachthimmels durch vom Boden kommendes, künstliches Licht, das überall hin reflektiert und gestreut wird.
Der Verursacher für Lichtverschmutzung ist der Mensch, meist durch Straßenbeleuchtung, Leuchtreklame und Projektionsscheinwerfer (Skybeamer). Lichtverschmutzung tritt vor allem in dicht besiedelten Regionen auf, so ist in Europa beispielsweise mehr als die Hälfte der Bevölkerung davon betroffen. Der jährliche Zuwachs der Lichtverschmutzung beträgt in Deutschland ca. 6 %, in anderen Ländern wie z. B. Japan bis zu 12%.
Eine Folge der Lichtverschmutzung ist, dass lichtärmere Sterne nicht mehr zu sehen sind. Sternwarten, die noch im letzten Jahrhundert in manchen Großstädten in Betrieb waren, mussten mittlerweile den wissenschaftlichen Betrieb einstellen oder verlagern. Auch werden Pflanzen in der Nähe von Städten durch die Lichtverschmutzung in ihrem Wachstum beeinflusst. Die Lichtquellen stellen ein erhebliches Problem für die Navigation nachtaktiver Insekten und teilweise auch für Zugvögel dar. Die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind noch nicht erforscht, Physiologische Störungen, speziell im Hormonhaushalt, sind jedoch, genau wie bei den nachtaktiven Tieren, nicht auszuschließen.
In einigen europäischen Ländern wie Tschechien, Italien und Spanien, sowie auch in Teilen der USA, werden aktuell Gesetze eingeführt, die versuchen die Lichtverschmutzung in den Griff zu bekommen.
Siehe auch: Umweltverschmutzung, Mond






