Lance Armstrong
\'Lance Armstrong' (* 18. September 1971 in Plano, Texas) ist ein US-amerikanischer Radrennfahrer. Er gewann fünf Mal hintereinander die Tour de France.
Lance Armstrong wuchs in Plano, einer texanischen Kleinstadt auf. Mit 13 Jahren bestritt Armstrong seinen ersten Triathlon. Später konzentrierte er sich auf den Radsport und wurde 1992 Profi des amerikanischen Radrennstalls Motorola.
Gleich bei einem seiner ersten Rennen in Europa, dem prestigeträchtigen Weltcuprennen Meisterschaft von Zürich, konnte er den zweiten Platz belegen. Ein Jahr später gewann Armstrong seine erste Tour de France-Etappe, stieg in den Alpen jedoch aus. Im September 1993 gewann der erst 21jährige sensationell die Straßenrad-Weltmeisterschaft im verregneten Oslo. 1994 gewann Lance Armstrong sein erstes Weltcuprennen in San Sebastian. 1995 fuhr er erstmals die Tour de France zu Ende und gewann dabei erneut eine Etappe. Der Amerikaner wurde inzwischen zu den besten Klassikerjägern im Radsport gezählt.
Im September 1996 wurde bei Armstrong Hodenkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Zwei Operationen und eine Chemotherapie schlossen sich an, die Krebserkrankung konnte schließlich erfolgreich behandelt werden. Armstrong gründete die Krebshilfsorganisation "Lance Armstrong Foundation".
Im Frühjahr 1998 kehrte Lance Armstrong in den Radsportzirkus zurück. Inzwischen bei dem amerikanischen Team U. S. Postal unter Vertrag, war der Neuanfang zunächst nicht erfolgreich. Erst im zweiten Anlauf im Herbst gleichen Jahres konnte sich Lance Armstrong wieder in Szene setzen und erreichte bei der Vuelta a Espana, dem drittwichtigsten Radrennen der Welt, sensationell den vierten Platz, die bis dahin beste Platzierung des einstigen Klassikerspezialisten bei einer großen Rundfahrt.
1999 gewann Armstrong dann erstmals die Tour de France sowie vier einzelne Etappen. Er war nach seiner Leistung bei der Vuelta des Vorjahres als Geheimfavorit gestartet, konnte aber schon nach seinem Sieg beim Prolog das Gelbe Trikot des Führenden überstreifen. Auf den Bergetappen und besonders im Zeitfahren baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus.
Armstrong Sieg wurde weltweit als das "Comeback des Jahrhunderts" gefeiert. Dass ein Mann eine Krebserkrankung überwand und danach das schwerste Radrennen der Welt gewann, war tatsächlich "bigger than life".
Armstrong konnte seinen Sieg bei der Tour in den Folgejahren 2000 bis 2002 wiederholen und legte dabei eine selten erlebte Dominanz an den Tag. Armstrong richtete seine gesamte Saisonplanung akribisch auf das dreiwöchige Spektakel in Frankreich aus, was ihm zwar Kritik von Expertenseite einbrachte, aber zweifelsohne ein äußerst erfolgreiches Konzept war. Im Jahr 2000 erschien eine Autobiographie, die er vor allem seinem Kampf gegen den Krebs widmete. Das Buch wurde ein Bestseller. 2002 wurde Armstrong zum "Sportsman of the Year" gewählt.
2003 gewann er die Tour zum fünften Mal in Folge und schloss damit zu den Rekordsiegern Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain auf. In diesem Jahr hatte Armstrong erstmals echte Konkurrenz zu fürchten: Jan Ullrich nahm ihm beim ersten Zeitfahren, seiner Spezialdisziplin, über anderthalb Minuten ab. Mit etwa Glück und viel Kampfgeist konnte sich Armstrong dann doch noch mit etwa einer Minute Vorsprung durchsetzen.
Heute lebt Lance Armstrong in Girona/Spanien und bereitet sich darauf vor, die Tour 2004 als erster Mensch zum sechsten Mal zu gewinnen.
Literatur
Weblinks






