Kurzsichtigkeit
Bei der Kurzsichtigkeit in der Fachsprache bekannt als ´´Myopie´´, kann man weit entfernte Objekte schlechter sehen als nahe gelegene. Sie ist das Gegenteil der Weitsichtigkeit.
Oft ist die Ursache ein zu langer Augapfel. Der Brennpunkt liegt dadurch nicht auf der Netzhaut, sondern vor der Netzhaut. Sie kann durch eine Brille oder auch durch Kontaktlinsen korrigiert werden.
Bei der Kurzsichtigkeit liegt der Brennpunkt für alle Strahlen ab einer bestimmten Entfernung (die vom Ausmaß der Kurzsichtigkeit abhängt) vor der Netzhaut, d. h. sie werden, auch wenn die Linse auf ihre minimale Brechkraft eingestellt ist, zu stark gebündelt. Der Grund dafür kann in einer dauerhaft erhöhten Brechung durch Cornea und Linse oder in einer "Deformierung", d. h. einer Überlänge des Bulbus liegen. Gegenstände, die außerhalb dieses Bereiches liegen, können nicht mehr scharf abgebildet werden.
Seit etwa 1984 ist es auch eine Korrektur mit Hilfe eines Laser (refraktive Chirurgie) möglich. Es handelt sich dabei jedoch um einen Eingriff an einem gesunden Organ. Menschen mit null Dioptrien sind sehr selten, jedoch können Weitsichtige durch Akkomodation ("scharf einstellen") dies meist ausgleichen und benötigen somit keine Korrektur.






