Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz (KI, bzw. AI vom englischen Artificial Intelligence) ist eine Fachdisziplin der Informatik mit interdisziplinärem Charakter. Ziel der KI ist es, Maschinen zu entwickeln, die sich verhalten, als verfügten sie über menschliche Intelligenz (John McCarthy, 1955).Genauer geht es darum, Systeme zu entwickeln, die
- "wie Menschen" denken, oder
- sich "wie Menschen" verhalten, oder
- rational denken, oder
- sich rational verhalten.
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2 Methoden der KI 3 Philosophische Kritik 4 Literatur 5 Weblinks |
Turing Test
Um ein Maß zu haben, wann eine Maschine eine dem Menschen gleichwertige Intelligenz aufweist, wurde von Alan Turing der nach ihm benannte Turing-Test entworfen. Dabei sollen Mensch und Maschine über ein Terminal Fragen beantworten, und eine Jury soll anhand der Antworten entscheiden, wer der Mensch ist. Solange dies möglich ist, so Turing, sind Maschinen nicht intelligent. Bisher hat keine Maschine einen Turing-Test bestanden.
Methoden der KI
Techniken der KI sind unter anderem: Mustererkennung,
Neuronale Netze, Genetische Algorithmen, Fuzzy Logik, Expertensysteme, Deduktionssysteme
Philosophische Kritik
Antike und Mittelalter
Vom Standpunkt einer aristotelisch-thomistischen Substanz-Metaphysik sind Maschinen als "tote", da unbelebte Wirklichkeiten prinzipiell als in der Seinsordnung niedriger stehend als alle Lebewesen einzustufen, deren höchste Stufe im Bereich der sichtbaren Wirklichkeit der Mensch als "animal rationale" darstellt, d.h. als Lebewesen, das mit Vernunft ausgestattet ist.
Von daher scheint es unmöglich zu sein, dass je eine Maschine jene Art von Intelligenz besitzt, wie sie dem Menschen zukommt.
Mag auch die Intelligenz einer Maschine in unvorstellbarem Ausmaß anwachsen, so ist diese Steigerung immer nur graduell und hebt den qualitativ bestehenden Unterschied zwischen Mensch und Maschine nicht auf. Maschinelle Intelligenz ist stets von Rechenoperationen abhängig; Einsicht und Urteilsfähigkeit oder gar Freiheit der Entscheidung kann einer Maschine als solcher nie zukommen - bestenfalls eine derart perfekte Simulation solcher an sich nur dem Menschen möglicher geistiger Prozesse, dass der Schein einer eigenständigen, dem Menschen möglicherweise gar überlegenen Intelligenz entstehen könnte.
Neuzeit
Neuzeitliche Kritiker werfen den Metaphysikern vor, dass die Frage nach Intelligenz nicht mit der Frage nach Stellung in einer hypothetischen gottgegebenen Seinsordnung zusammenhängt: Ein "niedrig stehendes" Wesen kann über genausoviel Intelligenz verfügen wie ein "höher stehendes" Wesen. Um Einsicht, Urteilskraft, Entscheidungsfreiheit (vgl. Bewusstsein) geht es der KI nicht: Sobald es gelingt "die Intelligenz einer Maschine in unvorstellbarem Ausmaß anwachsen" zu lassen, hat die KI ihr Ziel erreicht.
Der Satz "Von daher scheint es unmöglich zu sein, dass je eine Maschine jene Art von Intelligenz besitzt, wie sie dem Menschen zukommt" ist trivialerweise richtig. Ob es eine spezifisch menschliche Form von Intelligenz gibt und ob man sie ggf. ununterscheidbar nachahmen kann, ist gerade die Frage.
- Interessanter als die Frage nach der Seinsordnung wären philosophische Argumente wie das Chinese Room-Gedankenexperiment.
Literatur
- Karl Steinbuch: Automat und Mensch. Berlin 1971
- S. Russel, P. Norvig: Artificial Intelligence: A Modern Approach, 2. Auflage, Prentice Hall. (Das einführende Standardwerk zum Thema.)
- Dietrich Dörner: Bauplan für eine Seele ISBN 3499611937
Weblinks
- mindpixel - KI-Projekt, das auf einer Datenbank beruht, welche von tausenden von Usern aufgebaut wird
- The Artificial Emotion Project: microPsi - KI-Projekt für emotionale kognitive Agenten






