Krefeld Pinguine
Zunächst mal stimmt hier die Überschrift nicht. Es geht nicht um die Krefelder Pinguine und es geht hier nicht um den Krefelder EV. Es geht hier um Preußen Krefeld.Seltsamerweise hatte die Stadt Krefeld in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zwei Spitzen-Eishockeyvereine. Das Eishockey in dieser Zeit wurde von den süddeutschen, vor allem bayrischen Clubs dominiert, da war es schon sehr seltsam, dass eine westdeutsche Stadt, die mit knapp einer Viertelmillion Einwohnern auch nie zu den größten zählte, gleich zwei erstklassige Vereine hatte.
Preußen Krefeld galt in den späten 40er und frühen 50er Jahren als die technisch beste deutsche Mannschaft. Sie wurde nur einmal, 1951, Deutscher Meister, scheiterte in den Jahren zuvor und kurz danach immer an der robusten Härte der bayrischen Teams, vornehmlich an Rießersee.
Ein Grundsatzhandicap des Krefelder Eishockeys war das Problem, dass bis 1964 nur eine Halle (Eisfläche) zur Verfügung stand und damit für zwei Clubs viel zu wenig Trainingszeit. In den späten 50er Jahren war das Krefelder Eishockey meist nur noch mit dem Überleben in der Erstklassigkeit beschäftigt, herausragende Platzierungen gab es kaum noch. Meist konnte sich der Krefelder EV (KEV) vor den Preußen platzieren. Zuletzt lebten die Preußen nur noch von einem Mäzen. Als der nicht mehr konnte oder wollte, wurden die Eishockeyaktivitäten dieses Krefelder Traditionsclubs 1971 aufgelöst. Eiskunstlauf verblieb noch bis in die 90er Jahre, seither gibt es bei den Preußen auch keinen Eissport mehr. Was der Club sonst noch bietet, kan man auf dessen gut gemachten Internetseiten unter www.preussen-krefeld.de nachlesen.






