Konzil von Trient
Das Konzil von Trient (Tridentinum) war ein ökumenisches Konzil der katholischen Kirche, das mit drei Unterbrechungen zwischen 1545 und 1563 als Antwort auf die Reformation abgehalten wurde. In Abgrenzung gegen den Protestantismus klärte das Konzil die katholische Lehre über die Erlösung, die Sakramente und den biblischen Kanon und widmete sich außerdem einer tiefgreifenden inneren Reform der Kirche.Das 5. Laterankonzil (1512-1517) hatte die Kirchenreform begonnen, war aber an einigen theologischen Streitpunkten zu Luther gescheitert. Die über 20jährige Verzögerung des Trienter Konzils hing auch mit den politischen Wirren der Reformationszeit zusammen.
Theologisch klärend, aber brisant gegenüber den Lutheranern waren die Themen der Bibelauslegung (die nach kath. Verständnis auch die kirchliche Tradition umfasst) und der Rechtfertigungslehre. Zu letzterer entstand 1999 eine gemeinsame Erklärung beider Kirchen.
Das neunzehnte der von der römisch katholischen Kirche anerkannten ökumenischen Konzilien trägt seinen Namen von der im südlichen und italienischen Teil Tirols liegenden Stadt Trient (italienisch Trento, lat.Tridentum), wo das Konzil (bis auf zwei Sitzungen in Bologna) tagte und auch eröffnet und abgeschlossen wurde. Das Konzil begann am 13. Dezember 1545 und wurde am 4. Dezember 1563 abgeschlossen.
Websites
http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?Glossar/Konzil_von_Trient.htm
http://www.kath.de/bistum/mainz/bischof/Lehmann/recht-301099.htm (Rechtfertigungslehre)






