Kontrakt-Bridge
Kontrakt-Bridge ist die Bridge-Variante, die sich weltweit durchgesetzt hat.
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2 Die Reizung 3 Das Spiel 4 Die Abrechnung |
Ein Gebot in der Reizung ist die Kombination einer Bietstufe mit einer Denomination (= Farbe oder Sans Atout (= ohne Trumpf)).
Beispielsweise bedeutet das Gebot "4 Pik", dass der betreffende Spieler gerne Alleinspieler werden will, Pik Trumpf sein soll, und dass er mindestens 10 Stiche erzielen will.
Da es 7 Bietstufen gibt und 5 Denominationen, gibt es 35 mögliche Gebote. Ein Gebot darf nur abgegeben werden, wenn es "höher" ist als alle bisher in der laufenden Reizung abgegebenen Gebote.
Gebote einer höheren Bietstufe sind stets höher als Gebote einer niedrigeren Bietstufe. Bei gleicher Bietstufe ist Sans Atout höher als Farbe, und bei den Farben gilt die oben angegebene Reihenfolge.
Alle Gebote sind auch Ansagen.
Es gibt 3 weitere Ansagen, die keine Gebote sind:
Es ist üblich, per Partnerschaftsvereinbarungen den Ansagen zusätzliche Bedeutungen zu unterlegen.
Die Bedeutung variiert im Allgemeinen mit dem Kontext, in dem die Ansage abgegeben wurde.
Eine systematische Zusammenfassung von Partnerschaftsvereinbarungen wird Bietsystem genannt.
Partnerschaftsvereinbarungen müssen der Gegenseite bekannt gemacht werden. Wenn nicht erwartet werden kann, dass die Gegenseite die Bedeutung der aktuellen Ansage versteht, dann muss diese Tatsache dem Gegner mitgeteilt werden.
Dies geschieht üblicherweise durch den Partner desjenigen, der die Ansage abgegeben hat.
Er sagt zu diesem Zweck "Alert", klopft auf den Tisch, oder benutzt eine Alert-Karte.
Ursprünglich wurden alle Ansagen in der Reizung mündlich abgegeben.
Dies ist auch heute noch möglich, aber die meisten Bridgespieler verwenden Bietkarten.
Jeder Spieler hat eine Bietbox mit den 35 Geboten und mehreren Karten für passe, kontra und rekontra.
Wenn er an der Reihe ist, entnimmt der Spieler der Bietbox die Karte für die gewünschte Ansage und legt sie vor sich auf den Tisch.
In der vorigen Runde abgegebene Ansagen werden nicht entfernt, sondern mit der neuen Karte teilweise überdeckt, aber so, dass die Ansage sichtbar bleibt. Erst nach Ende der Reizung werden alle Bietkarten wieder entfernt.Vorbereitungen
Man kann mit festen Partnerschaften spielen oder die selbigen durch ein Losverfahren vorher bilden.
Die Spieler in eine Partnerschaft nehmen gegenüber am Tisch Platz.
Gespielt wird mit einem Kartenpaket bestehend aus 52 Karten.
Der Teiler mischt die Karten und teilt sie einzeln aus bis jeder Spieler 13 Karten hat.
Beim nächsten Spiel hat der Spieler links vom Teiler diese Aufgabe.Die Reizung
Die Reizung ist ein Verfahren, mit dem vor dem eigentlichen Spiel folgendes bestimmt wird:
Für Anfänger gibt es auch eine Variante, bei der dieses Verfahren stark vereinfacht wird: Minibridge.
Im Folgenden wird nur die normale Reizung beschrieben.Definitionen
Die Mindestanzahl von Stichen, die man in der Reizung ansagen kann, ist 7. Es wird jedoch nicht die tatsächliche Anzahl von Stichen angesagt, sondern 6 weniger - z. B. bedeutet eine 3 in der Reizung 3+6=9 Stiche.
Da maximal 13 Stiche erzielt werden können, gibt es die Bietstufen 1 bis 7 (= 7 bis 13 Stiche).
Das Verfahren der Reizung ist folgendermaßen geregelt:
Der Teiler macht die erste Ansage. Danach darf sein linker Nachbar ansagen, und dies setzt sich im Uhrzeigersinn fort.
Derjenige Spieler, der das erste Gebot abgibt, heißt Eröffner. Falls mindestens ein Gebot abgegeben wurde, endet die Reizung, nachdem 3 Mal in ununterbrochener Reihenfolge gepasst wurde.
Dann ist das zuletzt abgegebene Gebot - ggf. einschließlich eines anschließend gereizten Kontras oder Rekontras - der Kontrakt.
Man sagt, dass diejenige Partei, die das Kontrakt-Gebot gereitzt hat, die Reizung gewonnen hat. Von dieser Partei wird derjenige Alleinspieler, der als erster die Denomiation des Kontraktes geboten hat.
Wenn die erste Ansage aller vier Spieler passe ist, endet die Reizung ebenfalls, und das Spiel wird nicht durchgeführt.






