Komet
Ein Komet (v. griechisch kométes Haarstern, abgeleitet von komé Haupthaar) oder Schweifstern ist ein kleiner Himmelskörper, meist nur wenige Kilometer Durchmesser, der sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne befindet.
Kometen bestehen teilweise aus Material, das bei Annäherung an die Sonne in gasförmigen Zustand übergeht, und dann eine Wolke um den Kometen, die Koma, sowie den Schweif des Kometen bildet. Der Schweif des Kometen wird vom Sonnenwind "weggeblasen" und zeigt daher immer von der Sonne weg.
Bei genauerer Betrachtung erkennt man sogar zwei Schweife:
- Ein Gasschweif, der durch die UV-Strahlung der Sonne ionisiert wurde und durch das vom Sonnenwind "mitransportierte" Magnetfeld fast geradlinig von der Sonne weg getrieben wird
- Ein Staubschweif, der nicht durch den Sonnenwind sondern durch den Lichtdruck des Sonnenlichts geformt wird. Da sowohl der Lichtdruck als auch die Gravitationskraft quadratisch mit der Entfernung zur Sonne abnehmen und gegeneinander gerichtet sind, wirkt der Lichtdruck wie eine effektive Abnahme der Gravitationskraft der Sonne. Die Teilchen des Staubschweifes bewegen sich also entlang einer gekrümmten Keplerbahn um eine scheinbar masseärmeren Sonne.
Nach einer Hypothese ist die Oortsche Wolke oder der Kuipergürtel Ursprungsort der Kometen. Durch gravitationelle Störungen würden die kleinen Körper derart in ihrer Bahn gestört, dass sie in Sonnennähe gelangen.
Siehe auch: Astronomische Objekte
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