Klimatologie
In der Klimatologie erforscht man die Gesetzmäßigkeiten des Klimas, also den allgemeinen Charakter der langfristigen jährlichen Schwankungen (Makroklimatologie) und langfristigen täglichen Schwankungen (Mikroklimatologie) meteorologischer Erscheinungen. Sie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft der Fachbereiche Meteorologie und Geografie.
Die Gesetzmäßigkeiten ergeben sich aus der Beobachtung der Strahlung, der Temperatur, des Luftdrucks, der Winde und Windsysteme und des Niederschlags sowie der geographischen Faktoren, wie Längen- und Breitengrad, Höhenlage, Oberflächengestalt, Bodenbeschaffenheit und der Vegetation.
Die Klimatologie untersucht das Makroklima, also das Klima von Großräumen (Länder und Kontinente), und das Mikroklima kleinräumiger und bodennaher Luftschichten (bis etwa 2 m Höhe), die insbesondere Einfluss auf die Landwirtschaft haben.
Die Klimatologie klassifiziert bei ihren Untersuchungen die Klimazonen und bildet eine so genannte Klimaklassifikation (z.B. Tropen, Polarzone).
Die Bioklimatologie untersucht die Einwirkungen des Klimas auf die Lebewesen, insbesondere auf den Menschen.
Die Paläoklimatologie beschäftigt sich mit dem Klima der vergangenen Zeiten bis in frühe Formen der Erdatmosphäre.
Die Voraussagen der Klimatologie sind naturgemäß unsicherer als die der Meteorologie, da hier wesentlich größere Zeiträume in Betracht gezogen werden müssen. Erst in neuerer Zeit sind Computermodelle entwickelt worden, die für ide nächsten Jahrzehnte einen signifikanten Klimawandel vorhersagen.






