Kitan
Die Kitan (auch Qidan) waren eine protomongolische Horde aus der heutigen Mandschurei, die schon im 6. Jhrd. existierte. Apaoka (gest. 926) besiegte 924 die Kirgisen und dehnte seine Macht auf die Mongolei aus. Apaoka´s Sohn Te-kuang besetzte große Teile Nordchinas (Liao-Dynastie).Das Liao-Reich war sinisiert und stellte noch im 11. Jhrd. eine bedeutende Macht dar. Unter der Liao und Jin-Herrschaft wurden in der Mandschurei Städte bis hin zum Amur-Fluss gegründet, mit 60-70 ha Fläche und bis zu 10 m hohen Mauern. Man betrieb Ackerbau und züchtete Pferde.
Etwa 1116 (Einnahme von Liaoyang) bis 1125 (Gefangennahme des Kaisers) wurde das Liao-Reich von den ebenfalls aus der Mandschurei stammenden Jurchen (Jin-Dynastie) übernommen. Ein Teil der Kitan floh westwärts und gründete als Kara-Kitai 1141 am Fluss Tschu ein neues Reich, das bis zur Mongoleninvasion 1218 bestand.
Die russische Bezeichnung für China - "Kitaj" - geht auf die Kitan zurück.






