Kinderlähmung
Kinderlähmung (Poliomyelitis oder Polio) ist eine von Polioviren hervorgerufene Krankheit, die nicht nur, aber übwerwiegend Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren befällt.Das Virus befällt jene Nervenzellen des Rückenmarks, welche die Bewegungsimpulse vom Hirn an die Muskeln weitergeben. Bei den Patienten kommt es dadurch zu mehr oder weniger ausgeprägten Lähmungserscheinungen, die teilweise erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Infektion als Spätfolgen auftreten.
Eine Impfung mit abgeschwächten Erregern ist möglich und äußerst sinnvoll. Die Impfung wird im Allgemeinen als Schluckimpfung verabreicht. Leider birgt die Impfung mit den lebensfähigen Viren auch Risiken: Als in der Sowjetunion zwischen 1963 und 1966 die Impfungen ausgesetzt wurden, sprangen die Viren aus dem Impfstoff auf noch ungeimpfte Kinder über und es kam zu einer Verbreitung der Krankheit. [1]
Die Weltgesundheitsorganisation WHO versucht seit einigen Jahren, die Kinderlähmung ähnlich wie vorher schon die Pocken weltweit auzurotten.
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