Karl May
Carl Friedrich May (* 25. 2 1842 in Ernstthal; † 30. 3 1912 in Radebeul), deutscher Schriftsteller. Karl May machte 1896 Radebeul zu seinem Wohn- und Arbeitsort. Hier wurde am 1. Dezember 1928 in der Villa Bärenfett ein Karl-May-Museum eröffnet.
Die Schreibweise seines Vornamens Carl ist umstritten, er selber bevorzugte in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens die Schreibweise Karl.
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Bekannte Figuren aus seinen Romanen:
Sein Werk
Er schrieb auch unter mehreren Pseudonymen: U. a. Capitain Ramon Diaz de la Escosura,
M. Gisela, Hobble-Frank, Karl Hohenthal, D. Jam, Prinz Muhamêl Lautréamont, Ernst von Linden, P. van der Löwen, Emma Pollmer, Richard Plöhn, Oberlehrer Franz Langer.
Karl May ist einer der erfolgreichsten Autoren von Kolportageromanen und Trivialliteratur des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Seine Abenteuerromane wurden in 33 Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von über 200 Millionen. Sie schildern Reisen zu exotischen Schauplätzen, wie den Wilden Westen und den vorderen Orient (die er entgegen seinen Behauptungen nie selbst angetretreten hat). Dabei wendet er sich auf christlicher Basis dem Schicksal der unterdrückten Völker zu.
In seinem Spätwerk erreicht er auch literarische Beachtung und schafft dem Surrealismus nahestehende Symbolromane mit pazifistischer Tendenz. ("Ardistan und Dschinnistan" (1909), "Und Friede auf Erden" (1904))
Einige seiner Romane wurden verfilmt, andere werden auf Freilichtbühnen aufgeführt. Die bekanntesten Inszenierungen sind die jährlich stattfindenden Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg.
Der Verlag
Der Karl-May-Verlag wurde 1913 von Dr. Euchar Albrecht Schmid gegründet und verlegt bis heute die Werke Karl Mays. Neben den Gesammelten Werken, den klassischen Grünen Bänden, gibt er auch ein umfangreiches Reprintprogramm heraus. Die Gesammelten Werke sind zum Teil in unterschiedlichem Umfang bearbeitet. Einige Bände enthalten nur geringere inhaltliche sowie stilistische Veränderungen (z. B. Tilgung der Fremdwörter), in anderen hingegen wurden nicht nur Handlungstränge umgestellt, Personen umbenannt, sondern auch Teile gestrichen oder neu eingefügt. In den letzten Jahren wurden einige Bände teilweise "rückbearbeitet", wer jedoch Karl May im Originaltext lesen will, sollte auf die Reprintbände zurückgreifen.
Die Karl-May-Gesellschaft beschäftigt sich mit Leben, Werk und Wirkung des Schriftstellers. Sie ist eine der größten deutschsprachigen literarischen Vereine.
Die meisten seiner Bücher sind aus der Ich-Perspektive des Protagonisten (Helden) geschrieben. Karl May behauptete, die von ihm beschriebenen Orte selbst besucht zu haben, was jedoch noch nicht stimmte. Ihm wurde in diesem Zusammenhang Hochstapelei vorgeworfen. Siehe auch Pseudologie (Zwanghaftes Lügen). Die in seinen Büchern beschriebenen Fakten hat er jedoch sehr gewissenhaft recherchiert.
Bekannte Bücher
Karl May trat auch als Komponist in Erscheinung. Er komponierte zwei weit bekannte romantische Chorlieder, "Ave Maria" und "Vergiss mich nicht". Vor allem das erstgenannte gehört zum Repertoire zahlreicher Gesangvereine im ganzen deutschsprachigen Raum. Es wurde auch auf Schallplatte aufgenommen.








