Karl Marx
![]() |
| Karl Marx |
Seine Hauptwerke sind Das Kapital und die Kritik des Gothaer Programms der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Er gilt als der Begründer des Kommunismus bzw. Marxismus. Seine zentrale These war, dass die Interessen von Kapitalisten und Lohnarbeitern diametral entgegengesetzt sind und der Kapitalismus sich nur entwickelt und floriert, indem er "zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter" (Das Kapital Bd. I, S. 530).
| Table of contents |
|
2 Person 3 Werke 4 Weblinks |
Marx analysiert die kapitalistischen Marktbeziehungen in zwei Formeln:
Damit Geld zu Kapital wird, braucht ein Kapitalist einen anderen, ihm gemäßen Umgang mit dem Geld: Geld-Ware-Geld (G-W-G'). Damit diese Formel für den Kapitalisten nicht tautologisch und sinnlos ist, kommt es auf das "G'" am Ende an, also auf die Vergrößerung der ursprünglichen Geldsumme (Mehrwert).
G' - das den so genannten Mehrwert beinhaltet - wird als neues G wieder Ausgangspunkt der Formel, der Kreislauf beginnt von vorne; diese Formel zielt also auf eine endlose Bewegung ab. Entscheidend ist hier alleine die Vermehrung des Werts, der Gebrauchswert ist bloße Bedingung für die Verkäuflichkeit. Diese Kapitalisierung aller Lebensbereiche scheint durch die Globalisierung gegeben.
Laut Marx kann die Kapitalvermehrung nicht aus der Sphäre der Warenzirkulation erklärt werden: Wenn z.B. der Kapitalist als Verkäufer einen Preisaufschlag erheben könnte, müsste er ihn als Käufer beim "G-W" wieder verlieren. Die Wertvergrößerung muss also aus der Benutzung der gekauften Ware entspringen: Sie entsteht durch Kauf und produktive Anwendung der menschlichen Arbeitskraft. Damit das Geld in der Hand des Kapitalisten zum Kommandomittel über menschliche Arbeit wird, ist das Vorhandensein einer eigentumslosen Klasse unterstellt, die keine Mittel besitzt, um selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen - also auch kein anderes Lebensmittel hat, als ihre eigene Arbeitskraft zu verkaufen: Der "doppelt freie Lohnarbeiter" (Marx).Erklärung des Kapitalismus
Bei dem Austauschprozess Ware-Geld-Ware (W-G-W) geht es um den (in der Regel äquivalenten) Austausch von Gebrauchswerten; Geld hat eine Vermittlerfunktion.
![]() Karl-Marx-Haus in Trier Bild vergrößern |
Karl Marx wurde als drittes Kind des jüdischen Advokatanwaltes Heinrich Marx (* 1777; † 1838) und seiner ebenfalls jüdischen Ehefrau Henrietta Marx (* 1788; † 1863; geborene Presborck) in Trier geboren. Sein Geburtshaus (heute Museum) stand in der Brückergasse 664 (heute Brückenstraße 10); schon im Oktober 1819 zog die Familie in ein kleines Wohnhaus in der Simeongasse (heute Simeonstraße 8) direkt an der Porta Nigra (dort erinnert heute eine Gedenktafel an den berühmten Bewohner).
![]() Jenny von Westphalen, Karl Marx' Frau Bild vergrößern |
Von 1830 bis 1835 besuchte Karl Marx das Gymnasium der Stadt Trier, wo er mit 17 Jahren ein gutes Abitur ablegte. 1836 verlobte er sich in Trier mit seiner späteren Ehefrau Jenny von Westphalen. Er ging zum Jurastudium nach Bonn und später nach Berlin, wo er zum Kreis der Linkshegelianer stieß.
![]() Karl Marx in jungen Jahren Bild vergrößern |
In Berlin schloss Marx 1841 mit dem Dr.phil. seine Studiumszeit ab. Von 1842 bis 1843 schrieb er für die Rheinische Zeitung in Köln. Ebenfalls 1843 heiratete er seine Verlobte Jenny von Westphalen. Beide zogen nach Paris um. Ab 1848 bis 1849 leitete er wieder in Köln die Neue Rheinische Zeitung, musste aber dann ins Exil nach England. Dort starb er 1883 im Alter von 64 Jahren und ist auch dort begraben.
Karl Marx trug sich in das Poesiealbum von Jenny Marx mit folgenden Zeilen ein:
Privates Bekenntnis
![]() Karl Marx Eintrag in das Poesialbum von Jenny Marx Bild vergrößern |
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Ihre Lieblingstugend | Einfachheit |
| Ihre Lieblingstugend beim Mann | Kraft |
| Ihre Lieblingstugend bei der Frau | Schwäche |
| Haupteigenschaft | Zielstrebigkeit |
| Auffassung vom Glück | |
| Auffassung vom Unglück | |
| Das Laster, das Sie entschuldigen | Leichtgläubigkeit |
| Das Laster, das Sie verabscheuen | Kriecherei |
| Abneigung | Martin Tupper, Veilchpuder |
| Lieblingsbeschäftigung | In Büchern wühlen |
| Lieblingsdichter | Dante, Äschylos, Shakespeare, Goethe etc. |
| Lieblingsschriftsteller | Diderot, Lessing, Hegel, Balzac, Spartacus, Kepler |
| Lieblingsheldin | Gretchen |
| Lieblingsblume | Lorbeer |
| Lieblingsfarbe | Rot |
| Augen und Haarfarbe | Schwarz |
| Namen | Jenny, Laura |
| Lieblingsgericht | Fisch |
| Personen aus der Geschichte, die Sie am meisten verabscheuen |
|
| Lieblingsmaxime | Nihil humani a me alienum puto (dt.: Nichts menschliche ist mir fremd.) |
| Lieblingsmotto | De omnibus dubitandum (dt.: An allem ist zu zweifeln.) |
Familie
Werke
Siehe auch: Friedrich Engels











