Kalibrieren
Unter
Kalibrieren versteht man Vorgänge, die für die Richtigkeit von Messgrößen sorgen, ohne in das
Meßsystem selbst einzugreifen (Gegensatz zum
Justieren). Es kann dies sein:
- Das Feststellen der Richtigkeit einer Messgröße unter bestimmten Bedingungen
- Das Feststellen, ab wo/ wann usw. ein Messgerät fehlerhaft anzuzeigen beginnt (d.h. Zusammenhang mit der Messtoleranz)
- Eine Analyse, wie groß die Abweichungen der Messwerte unter kontrollierten Bedingungen sind - und
- Ableitung von Korrektionen für vergleichbare Messungen (Reduktion von Messgrößen)
- Eine Modellierung nach physikalischen oder Fehlerursachen
- Weitere, vom Fachgebiet abhängige Vorgehensweisen.
- Statistische Modelle fallen NICHT unter Kalibrierung - obwohl sie zur Abschätzung von Fehlern und Toleranzen vorteilhaft sein können.
Das
Ziel der Kalibrierung ist in jedem Fall, die Abweichungen eines Meßsystems vom Idealzustand nachträglich zu verringern. In den meisten Fällen erfolgt das
rechnerisch oder grafisch - d.h. am PC oder mit Diagrammen. Für erste Überlegungen, die einer rechnerischen Modellierung vorausgehen, ist oft die
Herstellung grafischer Zusammenhänge hilfreich.
- Kalibrierung hat gewisse Ähnlichkeit mit Eichung,
- unterscheidet sich aber stark vom Justieren.
- Kalibriertabellen oder -Diagramme machen die Resultate übersichtlich.
- Ein Kalibrierzertifikat bildet oft den Abschluss des Vorgangs - insbesondere für auswärtige Auftraggeber. Es beschreibt die messtechnischen Eigenschaften des Instruments und die Bedingungen zur rechnerischen Herstellung idealer Ergebnisse.