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Julianischer Kalender

Der alte römische Kalender war ursprünglich ein von den Griechen übernommener Mondkalender. Dieser wurde je nach Bedarf in unregelmäßigen Abständen angepasst. Dies führte bald zu so großen Schwierigkeiten, dass Julius Cäsar einen neuen Kalender von dem ägyptischen Astronomen Sosigenes ausarbeiten ließ. Den Anstoß dazu lieferte der Sonnenkalender, den Cäsar in Ägypten kennen gelernt hatte.

Dieser neue, später ihm zu Ehren "julianisch" genannte Kalender trat im Jahre 46 v. Chr in Kraft. Er bestand aus 12 Monaten mit je 30 oder 31 Tagen, die die Bezeichnungen aus dem römischen Kalender zunächst behielten.

Im Jahre 44 v. Chr wurde der Quintilius ("fünfter Monat", später aber tatsächlich der siebente) Julius zu Ehren in Julius umbenannt.

Später wurde der Sextilius ("sechster Monat", später der achte) zu Ehren Kaiser Augustus nach diesem benannt. Gleichzeitig wurde der August von 30 auf 31 Tage verlängert, um keine "Benachteiligung" des Augustus gegenüber Julius entstehen zu lassen. Der Tag wurde dem Februar entnommen.

Der julianische Kalender an sich war im gesamten römischen Reich anerkannt, die Jahresanfänge jedoch wurden von Region zu Region verschieden gehandhabt. Der Jahresanfang war in Ägypten am 29. August, in Russland und Byzanz am 1. September und in anderen Ländern an noch anderen Tagen. Erst ab dem 13. Jahrhundert setzte sich der 1. Januar mehr oder weniger allgemein durch.

Das julianische Jahr ist gegenüber dem Sonnenjahr um 11 Minuten und 14 Sekunden zu lang. Dies führte zu einer zunehmenden Abweichung, die im 14. Jahrhundert schon über sieben Tage betrug. Dies führte schließlich zur Korrektur durch Papst Gregor XIII, der damit den gregorianischen Kalender einführte.

Der Julianische Kalender ist nicht mit dem Julianischen Datum zu verwechseln.

Einige Orthodoxen Kirchen (z.b. die Russische) begehen ihre Feste weiterhin nach dem Julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Der Ostertermin wird in allen Orthodoxen Kirchen (außer der Finnischen) nach dem julianischen Frühlingsanfang berechnet und fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen.

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