Johann von Luxemburg
Johann von Luxemburg (Jan Lucemburský) (* 10. August 1296 † 26. August 1346 in Crécy gefallen), genannt der Blinde, war König von Böhmen.
Johann war Sohn Königs Heinrichs VII. von Luxemburg, hatte das Herz eines unsteten Landfahrers und dauernd leere Taschen. Er galt als der berühmteste Turnierheld seiner Zeit, doch errang er um Böhmen nur särliche Verdienste. Als Heinrich 1308 zum König gewählt wurde, belehnte er Johann mit der Grafschaft Luxemburg. Am 31. August 1310 wurde Johann zum König von Böhmen gewählt. Am 7. Februar 1311 wurde er auf der Prager Burg gekrönt. 1314 kandidierte Johann für den Königstitel, verzichtete aber zugunsten Ludwigs IV. von Bayern. Ab 1323 versuchte Johann, sein Anspruch auf der polnischen Krone durchzusetzen, musste aber 1359 darauf verzichten. Obwohl Johann anfänglich Ludwig als Kaiser unterstützte, wurde das Verhältnis zwischen den beiden zusehends schlechter. Als er durch Intrigen zwischen dem Kaiser und seine Gattin aus Böhmen vertrieben wurde, wurden beide erbitterte Feinde. 1340 verlor Johann sein Augenlicht.
Die dem Přemyslidengeschlecht entstammende Gattin von Johann mit dem Namen Elisabeth schenkte ihm glücklicherweise einen Sohn. Von Johanns Kindern erlangte vor allem dieser Sohn Wenzel, der später Karl genannt wurde, Bedeutung in der Geschichte.
Nach der Wahl Karls zum Deutschen König versöhnte sich Johann mit Ludwig. Als er 1346 dem Kaiser zu Hilfe eilte, ließ er sich auf dem Schlachtfeld führen und fiel.
Siehe auch: Liste der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Liste der Herzöge und Könige von Böhmen
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!Der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
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|align="center" width="25%"|Heinrich_VII. (HRR)
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