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Johann Nestroy

Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy (* 7. Dezember 1801 in Wien, † 25. Mai 1862 in Graz), war ein österreichischer Schauspieler, Sänger, Dramatiker und Satiriker

Table of contents
1 Leben
2 Werke
3 Zitate und Bonmots
4 Weblinks

Leben

Johann Nestroy war der Sohn eines Wiener Rechtsanwalts. Er brach das Studium der Rechtswissenschaften ab und wurde Sänger und Schauspieler. Sein erster großer Erfolg als Autor war die Zauberposse Der böse Geist Lumpazivagabundus (1833).

Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1860 war Nestroy sehr aktiv. Er spielte selbst die Hauptrollen seiner Stücke. Es ist üblich, bei der Beschreibung seiner Stücke auf die Nestroy-Rolle hinzuweisen.

Werke

Nestroys Werke waren hauptsächlich Volksstücke, also etwa der Ersatz für Kino und Fernsehen heute. Die Stoffe waren ähnlich: Liebes- und Verwechslungskomödien, Parodien, Satiren und Zauberstücke. Nestroy bediente sich aus dem reichen Repertoire der französischen und deutschen Komödie, und verlieh den Stoffen durch seinen Wortwitz einen besonderen Reiz.

Nestroy schrieb politische Satiren, und wob auch in grundsätzlich unpolitische Stücke kritische Elemente ein. Er hatte regelmäßig Ärger mit der unter Metternich geübten Zensur.

Nestroys Werke sind zahlreich, und es sollen hier nur die Bekanntesten genannt werden. Bitte konsultieren Sie die Weblinks.

Zitate und Bonmots

»Ein Zensor is ein menschgewordener Bleistift oder ein bleistiftgewordener Mensch, ein fleischgewordener Strich über die Erzeugnisse des Geistes, ein Krokodil, das an den Ufern des Ideenstromes lagert und den darin schwimmenden Literaten die Köpf' abbeißt.« (Freiheit in Krähwinkel)

»Kaum ist die Ernte einer Erfahrung eingebracht, wird der Acker vom Schicksal neu umgepflügt.«

»Der Mensch ist auch ein Federvieh. Denn gar mancher zeigt, sobald er eine Feder in die Hand nimmt, was er für ein Vieh ist.«

»Wahrheit ist das Erhabenste - drum kann man's auch nicht jedem auf die Nase binden.«

»Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir, und ich hab' mich noch selten getäuscht.« (Die beiden Nachtwandler)

Weblinks




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