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Internationale Friedensfahrt

Die Internationale Friedensfahrt („Course de la Paix“) war bis zum politischen Umbruch in Ost- und Mitteleuropa 1989 das international bedeutendste Amateur-Radrennen.

Die Friedensfahrt wurde 1948 erstmals ausgetragen und fand zunächst zwischen Warschau und Prag statt. Ab 1952 wurde das Rennen auch nach Berlin (Ost) geführt und verband danach in wechselnder Streckenführung jeweils im Mai die Hauptstädte der drei teilnehmenden Staaten Polen, Tschechoslowakei und DDR.
Die Friedensfahrt galt vor der Wende als die „Tour de France des Ostens“ und war dort ähnlich populär wie die Frankreich-Rundfahrt in Westeuropa. Allerdings war das Profil der Dreiländer-Rundfahrt nie so selektiv wie sein französisches Pendant.
Die Friedensfahrt wurde weitgehend von den Staatsamateuren der osteuropäischen Länder dominiert, da die ebenfalls teilnehmenden westeuropäischen Nationalmannschaften nur mit Nachwuchsfahrern, die keinen Profistatus hatten, starten konnten.
Einen entscheidenden Einschnitt für die Rundfahrt stellte das Jahr 1989 dar. Der Amateurstatus verlor innerhalb kürzester Zeit seine Bedeutung und wurde schließlich ganz abgeschafft. Die Friedensfahrt geriet in die Krise. Mitte der 1990er Jahre wurde sie zu einem Profi-Rennen umgestaltet und hat sich inzwischen im Kalender des Radsportweltverbands UCI als Rennen der mittleren Kategorie 2.2 etabliert. Sie führt weiterhin durch die klassischen Teilnehmerländer (Polen, Tschechien bzw. Slowakei und Deutschland), berührt die Hauptstädte jedoch nur noch selten.

Der erfolgreichste Teilnehmer ist Steffen Wesemann, der die Friedensfahrt zwischen 1992 und 2003 fünf Mal gewinnen konnte. Je vier Erfolge errungen haben Uwe Ampler (dreimal für die DDR, einmal für das polnische Team "Mroz") und der Pole Ryszard Szurkowski. Der zweimalige Gewinner Gustav-Adolf Schur, genannt „Täve“, wurde nach 1989 mit großem Abstand zum populärsten Sportler der DDR gewählt.

Siegerliste Friedensfahrt

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