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Ingolstadt

Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Oberbayern
Kreis:Kreisfreie Stadt
Fläche:133,35 km²
Einwohner:118.416 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte:888 Einwohner/km²
Höhe:374 m ü. NN
Postleitzahlen:85049-85057
Vorwahlen:0841, 08450
Geografische Lage:48° 45' n. Br.
11° 25' ö. L.
KFZ-Kennzeichen:IN
Amtliche Gemeindekennzahl:09 1 61 000
Gliederung des Stadtgebiets:11 Stadtbezirke /
61 Unterbezirke
Adresse der StadtverwaltungRathausplatz 2
85049 Ingolstadt
Website:www.ingolstadt.de
E-Mail-Adresse:presseamt@ingolstadt.de
Politik
Oberbürgermeister:Dr. Alfred Lehmann (CSU)
Regierende Partei:CSU

Ingolstadt ist eine kreisfreie Stadt an der Donau, im Bundesland Bayern. Gegenwärtig hat die Stadt ca. 118.000 Einwohner und ist damit nach München die zweitgrößte Stadt Oberbayerns sowie nach München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg und Regensburg die sechstgrößte Stadt Bayerns. Ingolstadt bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Nächst größere Städte sind München ca. 68 km südlich und Nürnberg ca. 95 km nördlich.

Die Einwohnerzahl der Stadt Ingolstadt überschritt 1989 die Grenze von 100.000, wodurch sie Großstadt wurde. Damit ist sie bis heute Bayerns jüngste Großstadt. Im übrigen ist sie nach Regensburg und Ulm die drittgrößte deutsche Stadt an der Donau.

Table of contents
1 Nachbargemeinden
2 Geographie
3 Wappen
4 Geschichte
5 Religionen
6 Politik
7 Wirtschaft
8 Verkehr
9 Medien
10 Universitäten und Fachhochschulen
11 Städtepartnerschaften
12 Stadtgliederung
13 Entwicklung des Stadtgebiets
14 Eingemeindungen
15 Einwohnerentwicklung
16 Kultur und Sehenswürdigkeiten
17 Theater
18 Kino
19 Musik
20 Bibliotheken
21 Museen
22 Bauwerke
23 Sonstige Sehenswürdigkeiten
24 Sport
25 Persönlichkeiten
26 Ehrenbürger
27 Söhne und Töchter der Stadt
28 Sonstiges
29 Regelmäßige Veranstaltungen
30 Weblinks

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Ingolstadt (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt):

Nassenfels, Buxheim, Gaimersheim, Wettstetten, Lenting, Kösching und Großmehring (alle Landkreis Eichstätt), Manching (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm), Karlskron, Weichering und Bergheim bei Ingolstadt (alle Landkreis Neuburg-Schrobenhausen)

Geographie

Ingolstadt liegt auf einer Höhe von 374 m über Null an der Donau, in einem weiten ebenen Becken, das im Norden von den Juraausläufern und im Süden von tertiären Hügeln begrenzt wird. Das Stadtgebiet bedeckt eine Fläche von 133,35 km².

Wappen

Beschreibung: In Silber ein feuerspeiender blauer Panther. Die Stadtflagge ist blau-weiß.

Bedeutung: Die ersten Siegel der Stadt zeigten den Hl. Mauritius als Schutzpatron der Hauptkirche der Stadt. Ab 1314 stützt sich dieser auf einen Schild mit dem Panther. Ab ca. 1340 wird der Schild mit dem Panther als alleiniges Siegel verwendet. Die Herkunft ist nicht mit Sicherheit nachzuweisen. Es wird mehrheitlich angenommen, dass sich der Panther von den spanheimischen Pfalzgrafen von Ortenburg herleitet, der seit 1260 Nebenwappen der Wittelsbacher war.

Geschichte

Ein Gräberfeld der Frühbronzezeit von 1800 v. Chr mit wahrscheinlich in der Nähe liegender Siedlung ist die älteste nachgewiesene Besiedlung.

Ab 1000 v. Chr gibt es bei Zuchering für ca. 450 Jahre eine Siedlung mit Urnengräberfeld-Friedhof (wahrschl. größter in Europa.)

Um 450 v. Chr sind erste Nachweise der Ansiedlung von Kelten bei Manching aufzufinden, die um 100 v. Chr von Germanen verdrängt wurden.

Die erste schriftliche Erwähnung Ingolstadts ist 806 im Testament Karls, des Großen.

Um 1250 bekommt Ingolstadt Stadtrechte, später auch das Münzrecht.

Um 1300 unter Ludwig dem Bayern Teilherzogtum für ca. drei Jahre.

13921447 Teilherzogtum Bayern-Ingolstadt unter Stephan dem Kneißl und Ludwig dem Gebarteten. Stephans Tochter Isabeau heiratet den König von Frankreich.

1472 wird, nachdem durch den Tod Herzog Ludwigs Ingolstadt an die Landshuter Wittelsbacher gefallen ist, die erste Bayerische Landesuniversität gegründet, die 1802 zuerst nach Landshut und 1826 nach München verlegt wird.

1516 wird das Bayerische Reinheitsgebot deklariert, das die erlaubten Inhaltsstoffe des Bieres auf Gerste, Hopfen und Wasser festlegt. Es ist das älteste heute noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt.

1537 wird Ingolstadt bayerische Landesfestung.

1632, also im Dreißigjährigen Krieg, belagert Gustav II. Adolf von Schweden die Stadt, dessen Schimmel noch heute im Stadtmuseum steht.

Um 1700 lässt Mary Shelley ihren Victor Frankenstein in Ingolstadt studieren und forschen. (1818 erschien der Roman.)

1800 wird die Festung von den Franzosen geschleift, jedoch 18281848 neu erbaut. Ingolstadt bleibt Festungsstadt bis in die 1930er, als ihr der Status von Hitler aberkannt wurde.

1808 Ingolstadt erhält einen Polizeikommissär. Damit untersteht die Stadt quasi unmittelbar der Regierung. Später bezeichnet man solche Städte als kreisfreie Stadt.

1862 entsteht das Bezirksamt Ingolstadt als staatlicher Verwaltungsbezirk, aus dem später der Landkreis Ingolstadt hervorgeht.

1945 wird Ingolstadt nach Kapitulation des Kommandanten von den Amerikanern besetzt.

1972 Bei der Gebiets- bzw. Kreisreform wird der Landkreis Ingolstadt aufgelöst. Die Stadt selbst bleibt aber kreisfrei und wird durch Eingemeindungen erheblich vergrößert.

Weitere (sehr viele) geschichtliche Fakten (z.B. zum Bernsteincollier) sind bei Kurt Scheuerer nachzulesen. Einen etwas detaillierteren Überblick bekommen Sie in der Rubrik Stadtgeschichte der offiziellen Website.

Religionen

Ingolstadt gehörte von Anfang an zum Bistum Eichstätt, das 741 errichtet wurde und zur Erzdiözese Mainz gehörte. Politisch gehörte die Stadt zum Herzogtum Bayern, das über die Jahrhunderte hinweg katholisch blieb. Reformatorische Bestrebungen in der Stadt wurden mehrfach unterdrückt. Die Stadt wurde nach dem Einzug der Jesuiten sogar zu einem Bollwerk des Katholizismus. (s.a Johannes Eck) Durch die politischen Veränderungen zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Bistum Eichstätt 1817/21 der neuen Kirchenprovinz Bamberg (Erzbistum Bamberg) zugeordnet, zu der es bis heute gehört. Die Pfarrgemeinden der Stadt sind Teil des Dekanats Ingolstadt, des südlichsten Dekanats des Bistums Eichstätt.

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch Protestanten in die Stadt. Im Jahre 1824 erhielten die Gemeindeglieder ihren ersten evangelischen Pfarrer (Gemeinde St. Matthäus). Diese gehörte zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Innerhalb dieser Landeskirche wurde Ingolstadt 1935 Sitz eines Dekanats, zu dem heute alle evangelischen Kirchengemeinden gehören, es sei denn, es handelt sich um Freikirchen. Das Dekanat Ingolstadt ist Teil des Kirchenkreises Regensburg.

Politik

An der Spitze der Stadt stand anfangs der „Rat“, der erstmals 1309 bezeugt ist. Dieser teilte sich in einen „Inneren“ und einen „Äußeren“ Rat. Seit 1407 ist ein Bürgermeister nachweisbar, der aus dem Inneren Rat kam. Das Amt des Bürgermeisters wechselte halbjährlich, später vierteljährlich. Nach 1447 leitete ein landesherrlicher Beamter als Pfleger die Stadt. Ab 1803 wurde nach und nach die Magistratsverfassung eingeführt. Ab 1818 wurde der Magistrat von den Gemeindebevollmächtigten gewählt. An der Spitze des Magistrats stand ein Bürgermeister. Teilweise wurden den Bürgermeistern der Titel Oberbürgermeister verliehen. Nach dem 2. Weltkrieg tragen nahezu alle Bürgermeister diesen Titel. Sie werden von der Bevölkerung der Stadt gewählt.

Die Bürgermeister und Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt seit 1818:

Wirtschaft

Bedeutende Firmen, die zur wirtschaftlich relativ guten Position von Ingolstadt verantwortlich sind, wären zum einen der Automobilhersteller Audi und zum anderen die Media-Saturn GmbH (Media Markt & Saturn), die ihren Hauptsitz ebenfalls in Ingolstadt hat. Weiterhin existieren noch vier Ingolstädter Bier-Brauereien: Nordbräu, Herrnbräu, Ingobräu und Westpark Bräu.

Verkehr

Die Stadt stellt durch ihre Lage an der Autobahn (BAB 9) MünchenNürnbergBerlin bzw. Frankfurt am Main und an den Bundesstraßen 13 und 16, sowie ihre Funktion als Eisenbahnknoten (2 Bahnhöfe, Nordbahnhof und der südlicher gelegene Hbf) mit direkten Verbindungen nach München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg und Ulm (IC/ICE), einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Wirtschaftsregion im mittelbayerischen Raum dar.

Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen 32 Buslinien mit einer Gesamtstreckenlänge von 620 km der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH (INVG).

Medien

In Ingolstadt erscheint als Tageszeitung der „Donaukurier“, als Zeitschriften u.a. „Espresso“. und „Megazin“

Der lokale Fernsehsender heißt „INTV“.

Universitäten und Fachhochschulen

In Ingolstadt wurde 1472 die erste Bayerische Landesuniversität gegründet, die jedoch 1802 zuerst nach Landshut und 1826 nach München (siehe Ludwig-Maximilians-Universität) verlegt wurde.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Ingolstadt unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft bzw. Städtefreundschaft:

Stadtgliederung

Siehe auch Liste der Stadtbezirke von Ingolstadt

Das Stadtgebiet von Ingolstadt ist in 11 Stadtbezirke und 61 Unterbezirke gegliedert. In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksausschuss, der zwischen 13 und 17 Mitglieder hat. Diese Gremien werden nach jeder Kommunalwahl vom Stadtrat Ingolstadts neu bestimmt. Die Bezirksausschüsse sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Stadtrat der Gesamtstadt.

Die 11 Stadtbezirke Ingolstadts:

Entwicklung des Stadtgebiets

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Ingolstadt eingegliedert wurden:

JahrOrteZuwachs in ha
01.01.1962Unsernherrn mit den Gemeindeteilen Einbogen, Haunwöhr,
Hennenbühl, Hundzell, Kothau, Niederfeld, Ringsee,
Rothenturm und Schmalzbuckel ¹
1.090
01.01.1968Teilstück der Gemeinde Mailing75
01.07.1969Friedrichshofen81
01.07.1972Brunnenreuth mit den Gemeindeteilen Oberbrunnenreuth,
Unterbrunnenreuth und Spitalhof
275
01.07.1972Dünzlau481
01.07.1972Etting870
01.07.1972Gerolfing2.387
01.07.1972Hagau492
01.07.1972Irgertsheim600
01.07.1972Mailing mit Feldkirchen812
01.07.1972Mühlhausen249
01.07.1972Oberhaunstadt mit Unterhaunstadt553
01.07.1972Pettenhofen379
01.07.1972Zuchering mit den Gemeindeteilen Winden und Seehof1.293

¹ diese Orte gehörten bis 1813 schon einmal zu Ingolstadt, wurden seinerzeit jedoch ausgegliedert

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohnerzahlen
15. Jh.ca. 3.000
15584.548
17006.500
17944.187
18116.311
18526.514
187113.157
189017.646
190022.206
191023.745
16. Juni 1925 ¹26.630
16. Juni 1933 ¹28.628
17. Mai 1939 ¹33.394
13. September 1950 ¹40.523
6. Juni 1961 ¹53.405
27. Mai 1970 ¹70.600
30. Juni 197589.400
30. Juni 198090.100
30. Juni 198591.300
27. Mai 1987 ¹96.071
30. Juni 1997113.500
¹ Volkszählungsergebnis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Kino

Musik

Bibliotheken

Museen

Bauwerke

Historische Altstadt (u.a. mit Dr.-Johannes-Eck–Haus und Tillys Sterbehaus), ferner:

Sonstige Sehenswürdigkeiten

Sport

für weitere Sportangebote siehe www.ingolstadt.de.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Ingolstadt geborene Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Ingolstadt hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Außerdem wirke von 1773 bis 1787 Johann Simon Mayr (*14. Juni 1763 in Mendorf, † 2. Dezember 1845 in Bergamo) als Komponist in Ingolstadt.

Sonstiges

Regelmäßige Veranstaltungen

Weblinks


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