Induktion (Logik)
Induktion bzw. induktives Schließen bezeichnet in der Logik und den Naturwissenschaften das Schließen vom Besonderen auf das Allgemeine zum Zweck des Erkenntnisgewinns.
Im Gegensatz zur Deduktion ist diese Vorgehensweise nur unter bestimmten Voraussetzungen gerechtfertigt, da Verallgemeinerungen mit Unsicherheiten behaftet sind.
Nach der Teminologie von Peirce verläuft die Schlussfolgerungsweise über eine bekannte Regel und ein bekanntes Resultat auf einen Fall. Die in der Mathematik häufig angewendete vollständige Induktion ist nach dieser Definition eine deduktive Methode. Denn sie ist - unter Voraussetzung des jeweiligen Axiomensystems - exakt gültig.
Siehe auch: Abduktion
Alle Naturwissenschaften und auch die allermeisten Handlungen in unserem Alltag bauen auf dem so genannten Induktionsprinzip auf, also auf dem Glauben, dass die Induktion funktioniert.
Siehe auch: FehlschlussBeispiel 1
;Beobachtung: Ich beobachte in Schottland sehr viele Schafe und alle sind schwarz
;Induktive Schlussfolgerung: Alle Schafe in Schottland sind schwarz.Beispiel 2
;Beobachtung: Ich halte Steine in die Luft und lasse sie los. Alle Steine, mit denen ich dies bis heute getan habe, fielen hinunter.
;Induktive Schlussfolgerung: Steine werden auch in Zukunft hinunterfallen, wenn ich sie in die Luft halte und loslasse.
Es ist nicht ohne weiteres klar, weshalb dieser Induktionsschluss erlaubt ist. Man könnte argumentieren, wir wissen aus Erfahrung, dass der Induktionsschluss funktioniert. Wenn wir aber aus der Erfahrung auf die Zukunft schließen, wenden wir Induktion an. Auf diese Weise können wir also nicht beweisen, dass die Induktion erlaubt ist. Viele Philosophen sind deshalb der Ansicht, das so genannte Induktionsprinzip könne nicht auf elementarere Prinzipien zurückgeführt werden.






