Index Librorum Prohibitorum
Der Index Librorum Prohibitorum war ein Verzeichnis der für jeden Katholiken verbindlich verbotenen Bücher, erstmals erschien er 1559, die letzte amtliche Ausgabe erschien 1948 bis 1962. Der Index wurde 1967 unter Papst Paul VI in seiner bindenden Form abgeschafft.Der Inhalt der indizierten Werke galt als religiöse bzw. sittliche Gefährdung der Seelen der Gläubigen. Der Index enthielt zuletzt über 6000 Titel.
Auf dem Index von 1949 finden sich die Liebesgeschichten von Honoré de Balzac, die Chansons von Pierre de Béranger, 7 Werke von René Descartes, 2 Werke von Denis Diderot (darunter seine Französische Enzyklopädie), die Liebesgeschichten von Alexandre Dumas (Vater) und von Alexandre Dumas (Sohn), vier Werke von Heinrich Heine, "Kritik der reinen Vernunft" von Immanuel Kant, das Gesamtwerk von Maurice Maeterlinck, nahezu alle Werke von Voltaire.
Und auch Bücher wie "Die Unvereinbarkeit der neuen päpstlichen mit der bayerischen Staatsverfassung" von Joseph Berchtold, 1871, "Die klösterlichen Genossenschaften in Bayern und die Aufgabe der Reichsgesetzgebung" von Heinrich Dürrschmidt, 1875, "Verangenheit und Gegenwart der katholisch-theologischen Fakultäten", Sebastian Merkle, 1913, "Politik aus dem Glauben" von Ernst Michel, 1929, "Herrgottswissen von Wegrain und Strasse. Geschichten von Webern, Zimmerleuten und Dorfjungen" von Joseph Wittig, 1925.






