Höhenindexfehler
Der Höhenindexfehler (Indexfehler, engl. vertical collimation error) ist jener unvermeidliche kleine Instrumentenfehler, um den die Ablesung am Vertikalkreis jedes Theodolits korrigiert werden muss.Er entspricht der Abweichung der Anzeige von 0 oder 90° (bzw. 0 oder 100gon) am Höhenkreis, wenn das Fernrohr genau zum Zenit gerichtet ist.
Der größte Teil des Indexfehlers wird durch Bezug auf die Lotrichtung beseitigt:
- bei älteren Modellen durch die Höhenindex-Libelle, die vor jeder Kreisablesung einzuspielen ist,
- bei neueren Theodoliten mit einem Kompensator, der ein spezielles Pendel (Genauigkeit <1") oder ein Flüssigkeitskompensator sein kann und den Strahlengang um den Betrag der [Stehachsen]]neigung ablenkt.
- Elektronische Tachymeter korrigieren die Neigung digital.
Bei durchschlagbaren Fernrohren kann dieser restliche Indexfehler durch Anmessen eines geeigneten Zieles in beiden Kreislagen exakt bestimmt werden. Ist er Null, müßten sich die Kreisablesungen zu 360° (400 gon) summieren. Allerdings ändert sich dieser Zustand durch Temperaturänderungen oder Stöße.
Indexfehler bei anderen Instrumenten
Bei elektonischen Theodoliten wird der letztgenannte Vorgang durch Verspeichern der 2-Kreislagen-Messung abgeschlossen. Mit diesem Wert korrigiert das Gerät alle Messungen bis zur nächsten Kontrolle.
Bei astronomischen Instrumenten wie Universal, Meridiankreis oder Passageinstrument wird sinngemäß vorgegangen. Ist der Höhenkreis verdrehbar (zur Verringerung der Kreisteilungsfehler), nimmt der Indexfehler große Werte an, wird aber in 2 Kreislagen eliminiert.
Bei nautischen Sextanten wirkt ebenfalls ein Indeyfehler. Er wird vom Herstellerwerk zusammen mit Kreisteilungsfehler und Exzentrizität bestimmt und in der Instrumentenbox als kleine "Beschickungstabelle" eingeklebt. Diese Korrektur kann von 10 zu 10° um 10-30" variieren.






