Hochschulpädagogik
Hochschulpädagogik, also die Lehre vom Lehren an Hochschulen, ist unter den Teildisziplinen der Pädagogik die am schwächsten etablierte: denn es war lange Zeit und ist in Europa immer noch die Einstellung vorherrschend, der Hochschullehrer brauche das Lehren nicht zu lernen; er werde quasi per Ernennung dazu befähigt; gute Fachdidaktik ergebe sich aus souveräner Beherrschung des Fachs (eine Verwechslung von notwendiger und hinreichender Bedingung, auf die schon Karl Volkmar Stoy hingewiesen hat), und andere Aspekte der Pädagogik spielten keine Rolle, da er es ja mit Erwachsenen zu tun habe.Neuere Reformansätze verankern zunehmend eine hochschuldidaktische Ausbildung in den Qualifikationscurricula des Hochschulnachwuchses (z.B. Habilitationsordnungen). Formal muss die pädagogische Eignung in Berufungsverfahren berücksichtigt werden; faktisch gibt sie jedoch so gut wie nie den Ausschlag.






