Hessen-Nassau
Die Provinz Hessen-Nassau war eine der insgesamt 11 Provinzen, aus denen der Staat Preußen bis vor seiner Auflösung nach dem 2. Weltkrieg bestand.
Die Provinz Hessen-Nassau wurde 1867 gebildet, als das Kurfürstentum Hessen (Residenzstadt Kassel), das Herzogtum Nassau (Residenzstadt Wiesbaden) sowie die Freie Reichsstadt Frankfurt am Main unter preußische Herrschaft gelangten und zu einer Provinz vereinigt wurden. Sitz des Oberpräsidenten (heute in etwa vergleichbar einem Regierungspräsidenten) war Kassel. Die Provinz Hessen-Nassau gliederte sich in die beiden Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden. Die Regierungsbezirke waren in Stadtkreise und Landkreise aufgeteilt. 1929 wurde das Land Waldeck der Provinz Hessen-Nassau eingegliedert, 1932 kam der bislang zur Rheinprovinz gehörige Landkreis Wetzlar zu Hessen-Nassau, während der Kreis Grafschaft Schaumburg der Provinz Hannover angegliedert wurde. Waldeck wurde dem Regierungsbezirk Kassel und Wetzlar dem Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Provinz Hessen-Nassau Teil des Landes "Groß-Hessen", das kurze Zeit später in Land Hessen umbenannt wurde. Innerhalb von Hessen bestanden zunächst die beiden Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden weiter.
Der westliche Teil des Regierungsbezirks Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau war nach 1945 jedoch unter französische Verwaltung gelangt und wurde später dem Land Rheinland-Pfalz eingegliedert. Dort bildete dieses Gebiet den Regierungsbezirk Montabaur, der 1968 aufgelöst wurde.
siehe auch: Großherzogtum Hessen
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Verwaltungsgliederung der Provinz Hessen-Nassau (letzter Stand)
Regierungsbezirk Kassel
Stadtkreise
Landkreise
Regierungsbezirk Wiesbaden
Stadtkreise
Landkreise






