Herrschaft
Der Begriff wird in den Sozialwissenschaften häufig in Ahnlehnung an Max Weber verwendet, der ihn in wie folgt definiert: "Herrschaft soll heißen die Chance für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden", im Unterschied hierzu ist die Definition von Macht bei Weber weniger konkret. Herrschaft unterscheidet sich von Macht dadurch, dass sie legitimiert ist.Weber unterscheidet 3 Typen von Herrschaft:
- Herrschaft rationalen Charakters, die auf dem Glauben der an die Legalität gesetzter Ordnungen ruht
- traditionalen Charakters, die auf dem Alltagsglauben an die Heiligkeit von jeher geltender Traditionen und der Legitimität der durch sie Berufenen ruht
- charismatischen Charakters die auf der außeralltäglichen Hingabe an die Heiligkeit oder Heldenkraft oder die Vorbildlichkeit einer Person und der durch sie geschaffenen Ordnung ruht
siehe auch: Typen der Herrschaft bei Weber[1]
Herrschaft: die institutionalisierte, d. h. geregelte Machtausübung ( Macht, Hierarchien, Erzwingungsstäbe ), die zur Unterteilung einer Gesellschaft in Herrschende und Beherrschte führt. Dabei sind die Interessen dieser Gruppen diametral entgegengesetzt. Entgegen weit verbreiteter Auffassung ist diese nicht die natürliche Organisation allen Lebens, sondern erstmals bei den Menschen vor ca. 5000 Jahren ( siehe James DeMeos Saharasia-These) anzutreffen. Die Theorie der ewigen Herrschaft ( siehe Patriarchat: "arche" bedeutet nicht aus Zufall sowohl "am Anfang" als auch "Herrschaft" ) wird oftmals verwendet um herrschende Zustände als ewig gültige Regeln zu alimentieren und in alle Zeiten fortzuschreiben ( Sozialdarwinismus ), dabei werden die Hierarchien mit natürlicher Autorität matriarchaler Prägung des Tierreichs bewußt falsch verwendet um auch in der Natur Herrschaft zu "entdecken". Zu Max Weber: Gesetzte Ordnung ist immer willkürlich und dient oftmals nur den Herrschenden, im Gegensatz dazu: Natürliche Ordnung ( Autoritäten kommen ohne Macht und Zwang aus, andere folgen freiwillig der Weisheit un dem Wissen der Autoritäten, da es keine Teilung in Herrscher und Beherrschte gibt ist das Interesse aller vermutlich gleich! )
Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. (Oren Lyons,Häuptling der Onondaga-Nation)






