Heimat
1. Heimat steht geographisch für den Ort - die Stadt, das Land oder die Gegend -, an dem man heimisch ist, gerne lebt und mit dem man sich verbunden fühlt. Im geistigen Sinne ist es der Bereich, in dem man sich mit seiner Weltanschauung wiederfindet. Das Gegenteil von Heimat ist die Fremde oder das Exil. In diesen beiden Begriffen wird die unterschiedliche Abgrenzung von Heimat deutlich. Damit ein Land zur Heimat wird, muss man nicht dort geboren sein. (Wahlheimat). Heimat ist eines der deutschen Worte, die unverändert Einzug in die englische Sprache gehalten haben.In Deutschland spielt der Heimatbegriff eine große wenngleich umstrittene Rolle durch das Erbe der Romantik und ihrer Nachfolgebewegungen. Dazu gehört auch die völkische Bewegung und deren problematische Rolle in der Weimarer Republik, wo sie auch ideologische Zulieferfunktion zur NSDAP hatte.
In den 50er und 60er Jahren wurden auch viele sogenannte Heimatfilme produziert, die man der kitischigen Trivialunterhaltung zurechnen kann. Gleichwohl gilt das nicht für das gesamte Genre, insbesondere nicht für den neuen Heimatfilm der 70er Jahre bis in die Gegenwart.
2. Fernsehfilmserie von Edgar Reitz, angelegt als Trilogie.
Sie ist zum neuen Heimatfilm zu rechnen. Heimat fand international große Beachtung.Siehe auch: Vaterland und Heimatpflege
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