Heilsarmee
Die Heilsarmee ist eine christliche Freikirche mit ausgepräger sozialer Tätigkeit, die sich weniger als Kirche, sondern als Bewegung im Dienst Christi versteht.| Table of contents |
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2 Organisation 3 Tätigkeit 4 Kirchliches Leben 5 Weblinks |
Geschichte
Der methodistische Pfarrer William Booth lebte im Londoner Eastend und war erschüttert über das Elend in den dortigen Slums der Frühindustrialisierung. 1865 gründete er mit Freiwilligen aus verschiedenen Kirchen die Christliche Mission, die sich mit dem bis heute gültigen Motto "Suppe, Seife, Seelenheil" daran machte, zu helfen. Der Kampf der militia Christi gegen das Elend wurde immer straffer militärisch organisiert. 1878 wurde der bisherige Name fallengelassen, und die Bewegung nannte sich offiziell "Die Heilsarmee". William Booth wurde ihr erster General. Es folgte die Einführung anderer Ränge, Uniformen und Symbole. Allmählich wurde auch eine militärische Organisationsform angenommen.
Die Entwicklung der Bewegung wurde wesentlich von Williams Frau Catherine Booth, unterstützt. Sie war die intellektuelle Führung der Bewegung, sie vertrat ihren erkrankten Mann während Monaten in der Leitung, sie organisierte Armenspeisungen, war als ausgezeichnete Predigerin bekannt und setzte sich für verbesserte Arbeitsbedingungen, besonders der Frauen, ein. Aufgrund ihrer Tätigkeit bestand die Heilsarmee schon im 19. Jahrhundert darauf, dass Frauen in allen intellektuellen und gesellschaftlichen Beziehungen Männern gleichgestellt sein sollten. Bis heute haben Frauen in der Heilsarmee den gleichen Status wie Männer.
Binnen zweier Jahren nach der Neubenennung der Bewegung breitete sie sich auch im Ausland aus. Seit 1882 ist sie in der Schweiz, seit 1886 in Deutschland tätig.
Organisation
Die oberste Leitung hat ein General, dem ein Beirat zur Seite steht. Das Werk ist in Territorien aufgeteilt, die jeweils ein nationales Hauptquartier haben. Heute arbeitet die Heilsarmee in mehr als 100 Ländern. Weltweit hat sie rund 1 Million Mitglieder (2003) in 15.000 Gemeinden. Sie betreibt weltweit etwa 1.700 Schulen und 2.500 Krankenhäuser.
Die einfachen, uniformierten Mitglieder werden als Soldaten oder Salutisten bezeichnet, die Prediger als Offiziere. Daneben gibt es eine zunehmende Zahl von vollzeitlichen Mitarbeitern, die nicht Mitglieder der Heilsarmee sind.
Seit 1985 gibt es in Basel ein Ausbildungszentrum für Heilsarmee-Offiziere aus europäischen Ländern.
Die Heilsarmee sieht sich als Teil der allgemeinen christlichen Kirche. Sie war Mitglied des Ökumenischen Rats der Kirchen, die Mitgliedschaft ruht aber seit 1978, da die Unterstützung der militanten Befreiungsbewegungen in Südafrika abgelehnt wurde. Offiziere und Soldaten der Heilsarmee arbeiten in der Evangelischen Allianz mit.
Die Heilsarmee hat ein Glaubensbekenntnis auf evangelikaler Grundlage, ihre uniformierten Mitglieder, die Heilsarmee-Soldaten, verpflichten sich unter anderem dazu, nach christlichen Masstäben zu leben, auf Alkohol, Tabak, und Pornographie zu verzichten und sich aktiv in der sozialen und evangelistischen Tätigkeit zu engagieren.
Die Heilsarmee tauft nicht und begeht auch kein Abendmahl. Die Kinder werden eingesegnet.Tätigkeit
Die Heilsarmee hat zwei Arbeitszweige:
Kirchliches Leben
Neben der bekannteren sozialen und evangelistischen Tätigkeit, gibt es in der Heilsarmee auch ein kirchliches Leben mit Sonntagsgottesdienst, Seelsorgedienst, kirchlichen Handlungen, Unterweisung (Konfirmandenunterricht), Bibelstudium, und Gebetszusammenkünften.






