Hauptschule
Die
Hauptschule ist
- in Deutschland eine weiterführende Schulform, die sich nach der Aufspaltung der Volksschule 1968 in Grundschule (Primarstufe) und Hauptschule (Sekundarstufe) den Schülern widmet, die mit ihren schulischen Leistungen voraussichtlich keine weiterführende Oberschule / Hochschule besuchen werden.
Heute lernen in der Hauptschule überwiegend Jungen. Nur wenige Schüler erhalten nach der Schule einen Ausbildungsplatz, um ins Berufsleben ein zu steigen. Hier ist die Gesellschaft (Eltern, Lehrer, Wirtschaft) gefragt, auch diesen Kindern eine Zukunft zu bieten.
In Niedersachsen startet ab 2004 ein Modellversuch um Hauptschülern besser einen Arbeitsplatz vermitteln zu können. So soll es einmal in der Woche einen "Praxistag" geben, an dem die Schüler in verschiedene Unternehmen gehen und so eine bessere Qualifikation für das Berufsleben aufweisen können.
- in Österreich eine vierjährige Pflichtschule, die nach der Volksschule besucht wird. Als Alternative zur Hauptschule bieten sich den Schülern diverse Gymnasien. Um sich gegenüber diesen besser zu profilieren, haben sich in den letzten Jahren spezialisierte Formen wie Sporthauptschule oder Musikhauptschule entwickelt.
In der Regel besuchen Schüler nach Absolvierung der Hauptschule den Polytechnischen Lehrgang oder ein Jahr einer berufsbildendenden Schule (wie die Handelsschule), um die 9-jährige Pflichtschulzeit zu erfüllen. Jedoch ist es auch nach der Hauptschule möglich, mittels Besuch eines Oberstufen(real)gymnasiums (4 Jahre) oder einer berufsbildenden höheren Schule (5 Jahre, z.B. Höhere Technische Lehranstalten oder Handelsakademien) den Weg zur
Matura zu gehen.