Hallstattzeit
Die Hallstattzeit (800 - 400 v. Chr) ist eine Untereinheit der Eisenzeit. Da wir keine Schriftzeugnisse besitzen, ist unbekannt, welche Sprache die Hersteller der charakteristischen materiellen Kultur sprachen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden sie oft als Illyrer bezeichnet, inzwischen ordnet man sie gerne "den" Kelten zu. Ob eine Gleichsetzung von materieller Kultur, Sprache oder gar biologischer Abstammung möglich ist, gilt inzwischen jedoch als fraglich.
Die Hallstattkultur wurde nach den Funden im Ort Hallstatt, in der Nähe von Salzburg (Österreich), benannt und steht für die Periode der älteren Eisenzeit. In Hallstatt wurde 1846 von Johann Georg Ramsauer ein ausgedehntes Gräberfeld aus der Zeit um 600 v. Chr entdeckt. Die Funde werden inzwischen dem östlichen Hallstattkreis zugerechnet.
In dieser Zeit ließt sich eine deutliche Hierarchisierung der Gesellschaft feststellen, die sich besonders in reich ausgestatteten Bestattungen unter Grabhügeln, wie etwas dem Grab von Hochdorf (Baden-Württemberg) teilweise mit der Beigabe von Wagen und Pferdegeschirr niederschlägt. Funde von schwarzfiguriger Keramik in reichen Gräbern und befestigten Siedlungen beweisen Kontakte mit dem Mittelmeerraum, vermutlich über die Route Massillia und dem Rhonelauf. Eisen wird in der Hallstattzeit noch spärlich verwendet und setzt sich erst in der La Tène-Epoche durch. Funde spezieller Pferdetrensen und von Dolchen mit durchbrochenem Griff belegen für Hallstatt C1 Kontakte mit der Steppenzone (Thrako-Kimmerischer Horizont).
An die Hallstattzeit, die auf die Spätbronzezeit bzw. die Urnenfelderkultur (Ha A und B) folgte, schließt sich die La Tène-Zeit an.






