Hadj
Hadj ( حج ), auch Hadsch geschrieben, ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka.Sie zählt zu den fünf Säulen des Islam und findet jährlich während des Monats Dhu al-hijja statt.
Jeder freie volljährige Muslim, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Die Pilger hüllen sich während der Pilgerfahrt in zwei weiße Tücher und dürfen sich während der Wallfahrt weder rasieren noch kämmen noch Haare oder Nägel schneiden. Dieser Weihezustand wird im Arabischen als ihrâm (احرام) bezeichnet.
Zu den Höhepunkten der Wallfahrt gehören das Anhören der Predigt am 7. Dhu al-Hijja, der Auszug der Pilger nach Arafat (25 km östlich von Mekka) und nach eintägigem dortigem Aufenthalt der Gang nach Minâ. Danach (am 10. Dhu al-Hijja) werden die Opfertiere geschlachtet, wobei die Pilger nur einen kleinen Teil für sich behalten und den Rest den Armen überlassen. Dieser Tag, das Opferfest, ist der höchste muslimische Feiertag.
Zum Ritus gehört das mehrfache Werfen sieben kleiner Steine auf bestimmte Stellen zur symbolischen Steinigung des Teufels und die Umrundung der Kaaba.
Von Zeit zu Zeit kommt es während der Hajj immer wieder zu Massenpaniken, die Menschenleben fordern.
Das saudische Königshaus hat als Hüter der Heiligen Stätten eine herausgehobene Stellung im Islam.
Ene Person, die den Hadj auf sich genommen hat, trägt den Ehrentitel "Hadji ( حجي )".
In ärmeren Ländern, in denen sich kaum einer die Reise nach Mekka leisten kann, ist auch ein Besuch einheimischer Wallfahrtsstätten möglich (z. B. in Tunesien Kairouan).






