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Gustaf Nagel

Gustaf Nagel (* 28. März 1874 in Werben/Elbe, † 15. Februar 1952 in Uchtspringe) war ein deutscher Lebenskünstler und Wanderprediger.

Leben

1874 28.03. Carl Gustav Adolf Nagel als 8.Kind einer Gastwirtsfamilie im "Weißen Schwan" in Werben geboren.

Vater Carl Friedrich Ludwig Nagel, Mutter Luise Nagel, geborene Hennings.

1880 Ostern. Besuch der Schule in Werben.

1888 Konfirmation. Er kommt zu Kaufmann Albrecht in Arendsee in die Lehre.

1890 Wegen körperlicher Beschwerden bricht er die Lehre ab. Erste Erdhöhle im "Zühlenschen Tann".

1892 Gustav Nagel ist kein Fleisch mehr, meidet Alkohol und trinkt vorwiegend Wasser. September – Knut Hamsums Buch Mysterium erscheint, mit Nagel als Hauptperson.

1894 Schriftliche Bekanntschaft mit Pfarrer Kneipp in Wörishofen und Heilung von seinen Leiden.

1897 Er bekleidet sich nur noch mit Talar, Lendenschurz und Badehose. 1898 Erste große Wanderung durch Brandenburg und Sachsen. 1899 Umzug nach Rathenow, erhebliche Schwierigkeiten mit seinem Vater. 1900 20.02. Negatives ärztliches Gutachten von Dr. Mittenzweig in Berlin und Dr. Janert in Seehausen am 27.03.1900. 1901 20.03. Wanderung durch Thüringen und Franken 1902 April Erfolgreiche Vortragsreihe in Berlin vor mehr als 1.000 Zuhörern. 1903 02.01. Jerusalem 1904 16.01. Heirat mit Maria Anna Konhäuser, genannt Meta geb.23.05 1876 in Wien gest. in Wiesbaden. 1905 21.04. Sohn Friedrich wird geboren, jedoch nicht von ihm anerkannt, er zahlt auch nur widerwillig später Alimente. 1906 29.01. Maria Anna Konhäuser verläßt Arendsee und wohnt bei ihrer Schwester in Wien. 1907 Versuch, Jünger zu gewinnen bei arbeitslosen Handwerksburschen (12 Jünger). 1908 18.04. Wanderung durch Schleswig-Holstein 1909 Gustav Nagel kommt nach Arendsee zurück 1910 Kauf eines Grundstücks von 0,38 Ha. und beginnt mit dem Bau seines Paradiesgartens. 1911 Urteil zur monatlichen Zahlung von 30 RM Alimente für Sohn Friedrich vom Stendaler Amtsgericht. Der Zahlung kommt er jedoch nicht nach. 1912 08.01. Verlegt seinen Hauptwohnsitz nach Chemnitz, Reichenheinerstr.16. 1913 26.02. Sohn Gottfried Fürchtegott Gerhard wird geboren.
1915 als Wehruntauglich eingeordnet. (dauernd Kriegsuntauglich und nicht zu kontrollieren)
1916 20.07. Sohn Gustav Johannes wird geboren.

1918 02.08. Sohn Ernst Adolf wird geboren. Gefallen 1942 bei Stalino

1920 30.09. Selbstmordversuch von Frau Johanna mit Sohn Adolf im Arendsee. Einlieferung von J. nach Uchtspringe.

1922 Erscheinen seiner Schriften; "1.Tempelbotschaft", "Der Mensch und seine Bildung".

1924 07.12. erhält bei Reichstagswahlen seiner deutsch-kristlischen folkspartei 4.287 Stimmen.

1925 05.08. Die Strafkammer Salzwedel verurteilt G.N. zu 6 Tagen Haft wegen Beamtenbeleidigung. 1926 11.02. Scheidung von seiner zweiten Frau wegen Beischlafverweigerung. 1927 19.01. Beschwerde des Dienstmädchen L.N. über wiederholte sexuelle Belästigung. 1928 14.02. Frau Luttloh demoliert wegen Nichterfüllung des Eheversprechens die Wohnung und zieht nach Hamburg. 1929 Jan. Das 3. Parteiprogramm der deutsch kristlichen mittelstands folkspartei wird veröffentlicht. 1930 16.08. 4. Parteiprogramm erscheint. 1931 Januar Johanna Nagel wird in Berlin aufgegriffen und in die Heilanstalt Herzfelde eingeliefert. 1932 22.03. Erteilung der Baugenehmigung für Wohnküche, Kammer und Stube. 1933 – 05.03. Bei den Reichstagswahlen erhält die NSDAP in Arendsee die absolute Mehrheit. 1934 Febr.*Nagel beantragt einen Auslandsreisepass, reist jedoch nicht aus.

1935*Beschlagnahme der Nr.10 seines "liderprogram" wegen "Verächtlichmachung nationaler Symbole".

1937 13.02. Bekanntgabe der Verlobung mit Eleonore Teichmann.
1938 03.05. Heirat mit Eleonore Teichmann geb. Dadeck in Arendsee, geb. 13.02.1895 in Berlin.

1939 Ständige Beobachtung durch die GESTAPO. 1940 03.01. Der Wandergewerbeschein Nagels wird eingezogen. 1941 10.07. Scheidung von seiner dritten Frau. 1942 12.02. Zerstörung der "Kunstbauten", in der Wohnbaracke werden die Fenster eingeworfen. 1943 25.03. Die GESTAPO Magedburg geht einer Anzeige von Eleonore Nagel nach wegen Beschimpfung des Führers. 1944 Aufenthalt in der Nervenheilanstalt Uchtspringe.

1945 14.04. Die Amerikaner befreien Arendsee

1948 10.06. Er schreibt seine "Friedensbotschaft" an die vier Stadtkommandanten in Berlin.

1949 22.03. "Königskrönung" des Herzog von Cumberland einem Enkel Kaiser Wilhelm II, dieser erscheint jedoch nicht zu dem Spektakel.

1951 – 08.04. Bittschreiben an den Direktor der Anstalt um Entlassung.

1950 30.09. Erneute Einlieferung nach Uchtspringe.

1952 15.02. Er stirbt in der Nervenheilanstalt Uchtspringe an Herzversagen.

1954 Nutzung des Grundstückes als FDGB-Kaffeegarten.

1972 Abbruch des Seetempel

1984 800 Jahrfeier der Stadt, eine Gustav Nagel Figur geht im Festumzug mit.

1990 Erscheinen der ersten Nagel Broschüre 1992 Nutzung des nagelschen Grundstückes durch Herrn D.Schramm (Charlys Kaffeegarten).

1994 Gründung der Arbeitsgemeinschaft Gustav Nagel und verstärkte Anstrengungen der Stadt zum Erwerb des Nagelgrundstücks.

1996 – 15.02. Die Arbeitsgruppe Gustav Nagel gründet sich als Teil des Fremdenverkehrsverein.

1997 Beginn von Sicherungsarbeiten am Nagelgrundstück. 1998 13.06. Der 3. gustaf nagel – Tag gibt Einblicke in die Denk- und Lebensweise des Wanderprediger. Eröffnung einer großen Ausstellung im Museum. 1999 14.01. Der gustaf nagel – Förderverein wird gegründet. 2000 – 09.06. 5. gustaf nagel – Tag. mit Vorträgen über 90 Jahre Garten Eden und Nagel aus kirchlicher Sicht. 2001 6. gustaf nagel Tag über die Wanderungen Nagels durch Thüringen und Bayern 1901



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