Graphit
{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0" align="right" width="400" style="margin-left:10px"|colspan="2" align="center" bgcolor="#cccccc"|Graphit |- |colspan="2"|

Bild des Minerals
Größeres Bild
|- |colspan="2" align="center" bgcolor="#cccccc"|Kristalloptik
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|Brechungsindices
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|Doppelbrechung
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|optische Orientierung
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|Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
|2vz ~ ___
|- |colspan="2" align="center" bgcolor="#cccccc"|weitere Eigenschaften |- |chemisches Verhalten |___ |- |ähnliche Minerale |___ |- |Radioaktivität |nicht radioaktiv |- |Magnetismus |nicht magnetisch |- |besondere Kennzeichen |___ |}
Graphit ist neben Diamant und Fulleren eine Modifikation des Kohlenstoffs und ein (allerdings selten) natürlich vorkommendes Mineral. Es kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem, ist mit einer Härte von 1 bis 2 sehr weich und hat eine schwarze Farbe, sowie eine grauschwarze Strichfarbe.
| Table of contents |
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2 Vorkommen 3 Herstellung 4 Verwendung 5 Geschichte |
Strukturell besteht Graphit aus hexagonalen Schichten, die parallel zueinander angeordenet sind. In Richtung dieser Schichten beträgt die Bindungsenergie 4,3 Elektronenvolt, senkrecht dazu lediglich 0,07 Elektronenvolt, also weniger als 2 % dessen. Aus dieser extremen Richtungsabhängigkeit der Bindungskräfte resultiert die leichte Spaltbarkeit des reinen Graphits.
Im so genannten Glaskohlenstoff, einer besonderen Formen des Graphits, liegen die Ebenen dagegen nicht planparallel wie die Seiten eines Buchs, sondern wie geknülltes Papier. Dieser Kohlenstoff ist hart und isotrop wie Glas, daher sein Name. Durch besondere Behandlung (Streckung von Kunststofffasern und anschließendes Graphitieren) gelingt es, die Ebenen in Faserrichtung zu orientieren. Das Ergebnis sind hochfeste Kohlenstofffasern.
Er kommt in der Natur in Form vereinzelter Flocken und Körner in kohlenstoffreichem metamorphem Gestein und als Adern in Pegmatit vor. Abgebaut wird Graphit vor allem in China, Korea und Indien sowohl im Tagebau als auch unter Tage. Pro Jahr handelt es sich dabei um ca. 600.000 Tonnen.
Durch Verkoken von Schwarz- oder Braunkohle kann Graphit künstlich hergestellt werden.
Graphit wird vielfältig genutzt:
Der Name leitet sich aus dem Griechischen graphos ab, was Schreiben bedeutet. Er spielt damit auf die Tatsache an, dass Graphit auf Papier durch Abreibung der einzelnen Blättchen leicht eine graue Ablagerung hinterlässt, die im "Bleistift" zum Schreiben genutzt werden kann.
In der späten Eisenzeit in Mitteleuropa (La Tène-Zeit) wurde Graphit gerne verwendet, um die Oberfläche keramischer Gefäße zu schwärzen. Hier waren besonders die Vorkommen bei Passau bedeutsam.
Siehe auch: Liste von Mineralen
Struktur
Vorkommen
Herstellung
Verwendung
Geschichte






