Go
Go (jap.: 囲碁 Igo, chin.:圍棋 Wei-chi, kor.: 바둑 Baduk) ist ein strategisches Brettspiel für zwei Spieler.
Go ist ein sehr altes, aus China stammendes Spiel, das vor allem in Asien sehr populär ist. Im Gegensatz zu Schach sind die besten Go-Computerprogramme bislang nicht stärker als ein engagierter Hobby-Spieler. Dies erklärt sich teilweise, aber nicht ausschließlich durch die unvorstellbar hohe Anzahl verschiedener Stellungen, die auf einem 19-mal-19-Punkte-Brett möglich sind: 4.63x10170 (Schach: "nur" 1043).
Neben dem 19-mal-19-Brett sind auch 9-mal-9- und 13-mal-13-Bretter gebräuchlich, insbesondere sind diese nützlich zum Erlernen des Spiels.
Ziel des Spiels ist es, einen möglichst großen Teil des Spielfeldes mit seinen Steinen zu umschließen. Bei der Auseinandersetzung um Gebiete kommt es vor, dass Steine vollständig vom Gegner umzingelt und gefangen werden. Solche Steine werden vom Feld genommen und ebenso als Punkte gezählt, wie umschlossene Schnittpunkte.
Die Idee dahinter sind 2 Bauern (oder Kriegsherren) die versuchen ein Gebiet untereinander aufzuteilen. Das Ziel ist nicht den Gegner zu eliminieren, sondern sich bei dem Verteilvorgang geschickter anzustellen.
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2 Spielstärke 3 Geschichte 4 Weblinks |
Dies sind die japanischen Regeln, nach denen auch in Deutschland gespielt wird.
Amateure im Go erspielen sich einen Rang.
Die Meisterränge werden als Dan bezeichnet; ein 1. Dan ist der tiefste Meisterrang, ein 8. Dan der höchste.
Unter den Meisterrängen gibt es Schülerränge, Kyu genannt, deren höchster ein 1. Kyu ist.
Anfänger werden oft als 20. bis 30. Kyu gewertet.
Die Rangsysteme in Amerika, Europa und Asien sind gegeneinander leicht verschoben.
Professionelle Gospieler kennen nur Meisterränge, die auch als Dan bezeichnet werden, aber über den Dan-Rängen der Amateure liegen.
Wenn zwei Gospieler unterschiedlichen Ranges aufeinandertreffen, wird aus dem Rangunterschied eine Vorgabe bestimmt: Ein 5 Dan gegen einen 1 Dan ergibt eine Vorgabe von 4 Steinen.
Das bedeutet, dass der (schwächere) 1 Dan Spieler mit den schwarzen Steinen spielt und 4 Steine (an festgelegten Positionen) auf dem Brett plazieren darf, bevor sein Gegner den ersten Zug macht.
Bei einem Unterschied von einem Rang beginnt der schwächere Spieler, bei gleichstarken Spielern erhält der Nachziehende (Weiß) im Voraus einige Punkte, Komi genannt, um den Vorteil des ersten Zuges auszugleichen.
Als Komi werden oft 5,5 oder 6,5 Punkte gewählt.
Das Spiel gilt als sehr alt.
Behauptungen, dass es schon vor 4000 Jahren gespielt wurde, sind schwer belegbar.
Aber in 2500 Jahre alten chinesischen Schriften gibt es verlässliche Hinweise.
Seit das Go-Spiel vor über 1000 Jahren in Japan eingeführt wurde, hat es sich dort zum Nationalspiel entwickelt.
Neben 'Go' sind die Namen 'Igo' in Japan, 'Wei-Chi' in China und 'Baduk' in Korea gebräuchlich.
Die Regeln unterscheiden sich leicht, aber nicht wesentlich.
Insbesondere in der Behandlung von Ko-Stellungen gibt es leichte Unterschiede.
Seit seiner Einführung in Europa und Nordamerika vor gut 100 Jahren hat das Spiel auch außerhalb Asiens an Beliebtheit gewonnen. Kenner bezeichnen es als wesentlich anspruchsvoller als Schach. Ein Indiz dafür ist, dass fast alle Meisterpartien nur mit einem Vorsprung von sehr wenigen Punkten (meistens weniger als 3) gewonnen werden.
Ein weiteres Indiz ist, dass (selbstverständlich) Programmierer auf der ganzen Welt versuchen Go im Computer zu implementieren und es bis heute niemandem gelungen ist, ein Programm für das 19x19-Brett zu schreiben, welches mit einem guten fortgeschrittenen Spieler konkurrieren kann, obgleich sehr hohe Preise für ein Go-Programm, welches auf Meister-Niveau spielt, ausgesetzt sind.Die Regeln in Kürze
Spielstärke
Geschichte







