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Gießen

Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Gießen. Weiteres siehe: Gießen_(Begriffsklärung).
Gießen ist eine Stadt in Hessen. Es ist die Hauptstadt des Landkreises Gießen.

Gießen lebt von seinen Studenten, von ihren wissenschaftlichen Fachkräften und der immer größer werdenden wirtschaftlichen Nähe zu Frankfurt am Main, das 50 km entfernt liegt. Berühmte Persönlichkeiten sind beispielsweise jener Justus von Liebig, nach dem die Universität benannt wurde, Wilhelm Conrad Röntgen, der hier lehrte, oder der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter, der u.a. Mitbegründer der Internationalen Vereinigung der Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) und somit Friedensnobelpreistäger ist.

Gießen, das erstmals 1248 als Stadt "bezeugt wurde", hat die höchste Studentendichte in Deutschland. Auf 72.000 Einwohner fallen rund 28.000 Studenten, denn neben der Universität gibt es auch noch die Fachhochschule Gießen-Friedberg mit etwa 8000 Studierenden.

Kulturelles Leben zeigt sich in einer Studentenstadt in erster Linie durch die obligatorische Kneipenmeile, die sich in Gießen Ludwigstraße nennt und in der sich auch das Uni-Hauptgebäude befindet.

Wilhelm Liebknecht, der Mitbegründer der SPD, und der Schriftsteller Georg Büchner sind auch bekannte Väter der Stadt. Johann Wolfgang von Goethe, der unweit von Gießen in Wetzlar lebte, gastierte hier in einem Haus.

Gießen besitzt eine Mannschaft in der Herren-Basketball-Bundesliga (früher MTV 1846 Gießen, Avitos Gießen; jetzt Gießen 46er) und in der Damen-Handball-Bundesliga (TV Lützellinden). Der Rudersport ist mit drei Vereinen vertreten. Der erfolgreichste und zugleich älteste unter ihnen ist die Gießener Rudergesellschaft 1877 e.V., die schon mehrere Weltmeister und Juniorenweltmeister(innen) in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Alljährlich an Pfingsten veranstalten die drei Vereine die Interationale Gießener Pfingstregatta, eine der größten und ältesten Ruderregatten in Deutschland (die erste Regatta fand 1892 in Gießen statt).


{| cellspacing="1" bgcolor="#FFDEAD" align="right" style="margin-left:0.5em;" | colspan="2" align="left" | {| cellpadding="3" cellspacing="0" bgcolor="#FFFFFF" ! bgcolor="#FFDEAD" align="center" | Wappen ! bgcolor="#FFDEAD" align="center" | Karte |- |- ! colspan="2" bgcolor="#FFDEAD" align="center" | Basisdaten |- | Bundesland: || Hessen |- | Regierungsbezirk: || Regierungsbezirk Gießen |- | Fläche: || 72,56 km² |- | Einwohner: || 73.580 (TT.MM.JJJJ) |- | Bevölkerungsdichte: || 1040 Einwohner/km² |- | Höhe: || 171 m ü. NN |- | Postleitzahl: || 35390 |- | Vorwahl: || 0641 |- | Geografische Lage: || 50° 34' n. Br.
8° 39' ö. L. |- | KFZ-Kennzeichen: || GI |- | Amtliche Gemeindekennzahl: || 06531005 |- | Gliederung des Stadtgebiets: || 5 Stadtteile/Stadtbezirke |- | Adresse der Stadtverwaltung: || Berliner Platz 1
35390 Gießen |- | Website: || www.giessen.de |- | E-Mail-Adresse: || StadtGiessen@giessen.de |- ! colspan="2" bgcolor="#FFDEAD" align="center" | Politik |- | Bürgermeister: || Hans Mustermann (Partei) |} |}

Politik

Seit den Kommunalwahlen 2001 wird die Stadt aus einer Koalition von CDU (23 Sitze), FDP (3 Sitze) und Freier Wählergemeinschaft (FWG) (4 Sitze) regiert, die die Rot-Grüne Stadtregierung nach 16 Jahren ablösten. Neben den drei Regierungsparteien sind noch die SPD (20 Sitze), Bündnis 90/Die Grünen (6 Sitze), die PDS (2 Sitze) und die Bürgerliste Gießen (1 Sitz) in der 59-köpfigen Stadtverordnetenversammlung vertreten. Zum neuen Oberbürgermeister wurde im 2. Wahlgang der Direktwahl am 28. September 2003 der bisherige Bürgermeister Heinz-Peter Haumann (CDU) gewählt, der sich mit 158 Stimmen Vorsprung gegenüber seinem SPD-Kontrahenten Gerhard Merz durchsetzte. Auch wenn Haumann 50,5% der abgegebenen Stimmen erhielt, so wurde er doch nur von etwas mehr als 15% der Gießener Bürgerinnen und Bürger gewählt, da die Walhbeteiligung bei erschreckend niedrigen 30,8% lag.

Stadtgliederung

Entwicklung des Stadtgebiets

In der Zeit zwischen 1977 und 1979 war Gießen integriert in die Stadt Lahn. Darin fanden sich neben Gießen auch Wetzlar und 14 andere Gemeinden wieder. Schon drei Monate nach dem Zusammenschluss sprach sich bei der Kommunalwahl eine Mehrheit gegen die Stadt Lahn aus. Seit dem 31.7.1979 ist Gießen wieder selbständig.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Gießen sind das fachwerkliche Gasthaus "Zum Löwen", wo Goethe einst übernachtete, das Alte Schloss und das Neue Schloss sowie das Burgmannenhaus (am Kirchplatz). Weiterhin ist ein Besuch des ältesten universitären Botanischen Gartens Deutschlands lohnenswert. Im Zweiten Weltkrieg wurde Gießen - seit jeher eine wichtige Garnisonsstadt - stark zerstört, und beim Wiederaufbau wurden die noch vorhandenen Ruinen alter Gebäude und Plätze beseitigt und durch moderne funktionale Bauten im Stil der 50er und 60er Jahre ersetzt, bzw. die Verkehrsführung einer autogerechten Stadt angepasst. Dabei ist das Markenzeichen der Stadt anzuführen, das sogennante "Elefantenklo", eine Fußgängerüberführung die in der Gießener Fußgängerzone mündet, dem Seltersweg.

Weblinks

  1. www.giessen.de, offizielle Homepage der Stadt Gießen
  2. www.uni-giessen.de, Homepage der Justus-Liebig-Universität
  3. www.fh-giessen.de, Homepage der Fachhochschule Giessen-Friedberg

siehe auch




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