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Galileo (Satellitennavigation)

Galileo ist ein geplantes europäisches System zur Satellitennavigation. Es basiert auf 30 Satelliten, die in einer Höhe von 24.000 km die Erde umkreisen, dem Prinzip der Laufzeitmessung und einem Netz von Bodenstationen, die die Satelliten kontrollieren. Galileo ist für zivile Zwecke konzipiert und unterliegt nicht wie GPS und GLONASS der militärischen Kontrolle.
Die ersten drei geplanten Galileo-Satelliten sollen bis 2006 in Betrieb gehen. 2008 soll das Netz mit allen 30 Satelliten voll funktionsfähig sein.

Table of contents
1 Geschichte
2 Kosten
3 Technik
4 Einschränkung
5 Weblinks

Geschichte

Galileo ist das erste von der Europäischen Union (EU) und der ESA gemeinsam durchgeführte Projekt und Teil des TEN-Verkehrsprojektes . Die Finanzierung der Entwicklungsphase wird von beiden Organisationen zu gleichen Teilen übernommen. Am 27. Mai 2003 einigten sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) nach langen Differenzen über die Finanzierung dieser Organisation.
Am 18. September 2003 kündigte China an, am Projekt teilzunehmen.

Kosten

Die aktuelle Kostenschätzung für das System liegt bei 3,6 Milliarden Euro.

Entwicklungskosten

Die Entwicklungsphase wird von der Europäischen Gemeinschaft und der ESA finanziert (1,1 Milliarden Euro). Die Aufteilung der Kosten innerhalb der ESA Mitglieder (550 Mio. €): Je 17,5 Prozent gleichmäßig von Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien. Spanien trägt 10 Prozent der Kosten. Belgien zahlt 26,5 Millionen Euro, der Rest wird unter den übrigen 15 ESA-Mitgliedsstaaten aufgeteilt. Die übrigen 550 Mio. € kommen aus dem Haushalt für transeuropäische Netze der Europäischen Gemeinschaft.

Errichtungskosten

Die restlichen Kosten von 2,5 Mrd. € entstehen in der so genannten Errichtungsphase, in der private Investoren den Hauptteil der weiteren Finanzierung übernehmen sollen. Da es hier jedoch keinerlei konkrete Zusagen gibt, ist davon auszugehen, das auch diese Kosten aus Steuermitteln bestritten werden.

Nach Medienberichten vom Oktober 2003, soll China planen, das Projekt mit mehr als 200 Millionen Euro zu unterstützen.

Technik

Neben einem kostenlosen Basisdienst soll Galileo höherwertige verschlüsselte Dienste anbieten, die störungsfreie Signale garantieren sollen. Diesen hohen Grad an Sicherheit verlangt zum Beispiel die Flugsicherung. Genauigkeit, Verfügbarkeit und Integrität sind die Schlüsselkriterien, die Galileo im Gegensatz zu GPS ausnahmslos erfüllen soll, um auch für sicherheitskritische Anwendungen eingesetzt werden zu können. Galileo wird als Satellitennavigationssystem der zweiten Generation (GNSS-2) bezeichnet.

Einschränkung

Im November 2003 machte die ESA den Amerikanern jedoch Zugeständnisse. Galileo soll vom amerikanischen Militär jederzeit abgeschaltet werden können. Auch wird gefordert, dass die Galileo-Daten künstlich auf die GPS-Genauigkeit verrauscht werden. Galileo wäre somit kein Alternative zu GPS mehr und würde in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Weblinks




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