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G38

Bei der G38 handelt es sich um ein viermotorriges Großverkehrsflugzeug der Firma Junkers in Mitteldeckeranordnung. Bei diesem Typ wurden die Junkers-Patente zum "dicken Flügel" aus dem Jahre 1909 voll umgesetzt: Motoren, Treibstoff und zum Teil auch Passagiere wurden im Flügel untergebracht.

Die erste von nur zwei gebauten Maschinen wurde im Oktober 1929 mit der Werknummer 3001 fertiggestellt und nach ersten Rollversuchen am 4. November fand der Erstflug am 6. November 1929 durch Chefpilot Zimmermann statt.

Ausgerüstet war die G38 mit mit je zwei 441 kW L55 12-Zylinder-V-Motoren und zwei 294 kW L8 6-Zylinder-Reihenmotoren. Die Zulassung wurde am 27. März 1930 erteilt und das Kennzeichen D-2000 wurde zugeteilt.

Verschiedene Weltrekorde wurden aufgestellt, so wurden bereits beim Zulassungsflug zwei Weltrekorde eingestellt, der Streckenrekord mit jeweils 5000 kg Nutzlast sowohl für geschlossene Strecke mit 5000 kg als auch über eine 100 km Strecke mit 200,636 km/h. Ebenfalls mit 5000 kg Nutzlast stellte man Rekorde in der geschlossenen Strecke mit 501,590 km, einen Dauerflugrekord mit 3 Stunden 2 Minuten sowie einen Geschwindigkeitsweltrekord mit 184,464 km/h auf.

Das Reichsluftfahrtministerium kaufte die Maschine und nutzte sie zu Demonstrationsflügen mit Passagieren im In- und Ausland.

Ab dem 2. Februar 1931 wurde die D-2000 neben der neuen Innanausrüstung unter anderem mit neuen Motoren vom Typ L88a, 588 kW 12-Zylinder-V anstatt der L55-Motoren ausgerüstet, was die Leistung deutlich verbesserte.

Die Maschine wurde der Lufthansa übergeben, welche sie im Internationalen Liniendienst sowie für Sonderflüge einsetzte.

Bereits am 3. Oktober kam die Maschine wieder in die Junkers Werft und wurde mit einem Zwischendeck für größere Frachtkapazität ausgerüstet. Auch wurde die Passagieranzahl von 19 auf 30 erhöht. Diesmal wurden die L8-Motoren gegen L88a getauscht, was nochmals die Flugleistungen verbesserte. Die so umgebaute Maschine wurde von der Lufthansa vorwiegend für die Flugstrecke Berlin-Hannover-Amsterdam-London benutzt.

1934 wurden die Motoren abermals getauscht, nun gegen vier Jumo 4 2-Takt-Gegenkolben-Dieselmotoren zu je 551 kW, und die Kennung in D-AZUR geändert. 1936 stürzte durch einen Montagefehler die Maschine bei Dessau ab und wurde von der Lufthansa als Totalverlust abgeschrieben.

Die zweite G38 wurde bereits mit dem neuen Zwischendeck für 34 Passagiere fertiggestellt und als D-2500 am 1. Juli 1932 mit vier L88a Motoren von der Lufthansa zu einem Kaufpreis von 1,5 Millionen Mark übernommen. Wie die erste G38 wurde auch die zweite Maschine im Jahre 1934 auf Jumo 4 umgerüstet. Ab 1939 wurde diese Maschine für den militärischen Transport benutzt und schließlich im Mai 1941 bei Athen am Boden zerstört.

Technische Daten

Weblinks

Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen



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