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Friedrich I. (Brandenburg)

Friedrich I. (als Burggraf von Nürnberg Friedrich VI.) (* 21. September 1372 in Nürnberg; † 20. September 1440 auf der Cadolzburg bei Nürnberg) war von 1417 bis 1426 Kurfürst von Brandenburg.

Er trat früh in österreichische Dienste und kämpfte an der Seite des ungarischen Königs Sigismund. Nach der Rückkehr teilte er mit seinem Bruder Johann das Erbe: dieser erhielt Bayreuth, Friedrich behielt Ansbach. Zunächst versuchte er in den Reichswirren zwischen König Wenzel von Böhmen und der Partei Ruprechts von der Pfalz zu vermitteln, schlug sich im September 1399 jedoch auf die Seite Ruprechts.

Friedrich heiratete am 18. September 1401 Elisabeth, die Tochter des Herzogs Friedrich von Bayern-Landshut. Doch gab er seine Führung in Ansbach 1409 nach schweren Fehden auf und trat in die Dienste des Königs Sigismund von Ungarn. Als Vertreter der brandenburgischen Kurstimme nahm er am 20. September 1410 an der Wahl in Frankfurt am Main teil und half Sigismund bei der Wahl zum Römischen König. Zum Dank machte ihn König Sigismund zum Obersten Hauptmann und Verwalter der Marken. Mit eiserner Hand kämpfte Friedrich gegen den rebellischen Adel der Mark Brandenburg (insbesondere die Quitzows) und konnte schließlich die Sicherheit wieder herstellen.

Auf dem Konzil zu Konstanz 30. April 1415 machte ihn König Sigismund zum Markgrafen und Erzkämmerer des Reiches, zwei Jahre darauf, am 18. April 1417, zum Kurfürsten. Friedrich war mit dem gewaltsamen Vorgehen Sigismunds gegen die Hussiten nicht einverstanden, das Verhältnis beider kühlte sich ab. Aber auch die ständigen Fehden und Reibereien in der Mark Brandenburg setzten Friedrich zu, so dass er 1425 sich auf seine Cadolzburg zurückzog. Seit 1427 organisierte er den Reichskrieg gegen die Hussiten und wirkte anlässlich des Baseler Konzils wesentlich bei der Vermittlung durch die Prager Kompaktaten mit (30. November 1433).

Seit 1437 lebte er zurückgezogen auf seiner Burg. Am 20. September 1440 starb er einen Tag vor seinem 68. Geburtstag auf der Cadolzburg bei Nürnberg.




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