FreeBSD
FreeBSD ist ein Open Source-Betriebssystem aus der BSD-Familie und ist somit ein Unix-Derivat. Es ist unter der BSD-Lizenz frei und kostenlos verfügbar und wird von über 350 Entwicklern und unzähligen Benutzern kontinuierlich weiterentwickelt.
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2 Geschichte 3 Features 4 Weblinks |
Verbreitung
FreeBSD gilt als robust und stabil und ist deshalb vor allem bei Internet-Providern beliebt.
FreeBSD wird unter anderem von Yahoo auf deren Webservern eingesetzt.
Teile des TCP/IP-Stacks von FreeBSD wurden auch in Microsoft Windows übernommen. Außerdem basieren Teile von Apples Betriebssystem Mac OS X auf FreeBSD.
Weitere BSD Betriebssystem sind NetBSD und OpenBSD.
Geschichte
Die Entwicklung begann im Juli 1993 basierend auf den Quelltexten von 386BSD. Projektgründer waren Jordan K. Hubbard und David Greenman. Im November 1993 erschien die erste Version FreeBSD 1.0.
Aufgrund von Urheberrechtsunsicherheiten bei 386BSD basierte FreeBSD 2.0 auf den Quelltexten von 4.4BSD-Lite.
Features
Bei der Entwicklung von FreeBSD konzentrierte man sich am Anfang hauptsächlich auf die x86-Architektur. FreeBSD 4.x läuft jedoch inzwischen auch auf Alpha-Prozessoren und auf den in Japan verbreiteten PC98. Mit FreeBSD 5 werden auch Intel IA-64, AMD AMD64, sowie Sun SPARC64 basierende Systeme unterstützt.
Eine Version für PowerPC-Prozessoren ist derzeit in Entwicklung.
FreeBSD wird im Gegensatz zu Linux, welches aus einer Vielzahl von über das Web verteilten Komponenten von den Distributoren zusammengestellt wird, als komplettes Betriebssystem per CVS verwaltet. Die Entwicklung von FreeBSD läuft in mehreren Zweigen: Ein STABLE Branch (derzeit letzte Version 4.9) von dem alle 4-6 Monate neue Versionen veröffentlicht werden und CURRENT (derzeit aktuelle Version 5.2), wo neue Features entwickelt und getestet werden, bevor sie nach einiger Zeit in den STABLE Branch importiert werden.
FreeBSD unterstützt die meiste gängige PC-Hardware: USB 2.0, Bluetooth, PCMCIA, RAID-Controller, Gigabit Ethernet, WLAN. Allerdings werden - ähnlich wie bei Linux - die wenigsten Treiber vom Hardwarehersteller bereitgestellt, sondern von den FreeBSD Entwicklern selbst geschrieben. Für spezielle Netzwerkkarten gibt es jedoch neuerdings im CURRENT Zweig eine Implementierung der Windows NDIS-Schnittstelle ("NDISulator"), über die Windowstreiber verwendet werden können (z.B. für Intels Centrino).
Neben den "Basissystem" genannten Standard Unix Programmen stehen über die sogenannten "Ports" über 10.000 Thirdparty-Programme zur Verfügung. Hier finden sich die meisten Opensource Programme, wie z.B. XFree86, KDE, GNOME, Mozilla, WINE und OpenOffice.
Kommerzielle Linux Binary-only Programme (z.B. Oracle, Mathematica) können über den sogenannten "Linuxulator" ausgeführt werden. Dies ist ein Wrapper, der Linux-syscalls auf FreeBSD Syscalls mappt. Für das SCO IBCS Format existiert ein ähnlicher Emulator.
Ausser den zusätzlich unterstützten Architekturen sind in FreeBSD 5.x neue Features:
- Verbesserte SMP-Unterstützung
- KSE, Kernel Scheduled Entities, ein neuer Scheduler
- Eine GCC 3.3 basierte Toolchain
- Mandatory Access Control policies (MAC)
- ein neues Disk I/O System (GEOM)
- Das FFS-Dateisystem unterstützt jetzt Dateisystemcheck im Hintergrund und das Erzeugen von Dateisystem-Schnappschüssen
- UFS2 unterstützt jetzt grössere Dateisysteme
- Unterstützung von ACPI, Bluetooth und Cardbus-Hardware







