Fehler
Ein Fehler ist eine Abweichung von einem optimalen oder normierten Zustand. Bei Produkten ist die Abwesenheit von Fehlern ein Qualitätsmerkmal.Bestimmte physiologische Mängel können bei Lebewesen rezeptive Fehler verursachen (Sehfehler, Hörfehler, Lesefehler. siehe Dyskalkulie)
Auch im Bereich von Ästhetik und Kunst wird von Fehlern gesprochen. Ein in seiner Originalität einzigartiges neues Kunstwerk kann als Abweichen vom Kanon kann als fehlerhaft empfunden in die Kritik geraten. Doch lässt sich in diesem Bereich angemessen eher nur von Unkorrektheiten z.B. einer Aufführung reden. Die Rede vom Fehler stößt in diesem Bereich an ihre Grenze.
Als statistischen Fehler bezeichnet man die Abweichung des Mittelwerts einer Stichprobe von dem Erwartungswert. Der relative statistische Fehler läßt sich durch Erweiterung der Stichprobe verringern. Er verschwindet im Grenzfall, daß die Stichprobe die Grundgesamtheit umfaßt.
Ein einfaches Beispiel soll dies erläutern:
Hat man in einem uneinsehbaren Kasten sieben schwarze und drei weiße Kugeln und entnimmt blind einzelne Kugeln, dann erhält man ein zuverlässig fehlerfreies Ergebnis nur, wenn man alle Kugeln entnimmt. Entnimmt man weniger (z. B. nur drei Kugeln), dann können drei (100%), zwei (67%), eine (33%) oder keine (0%) schwarze Kugeln in der Stichprobe sein. Die Stichprobe weicht somit mehr oder weniger vom Erwartungswert (70%) ab. Diese Abweichung bezeichnet man als statistischen Fehler.
In der Praxis ist aber der Erwartungswert nicht bekannt. Stattdessen muß von den Ergebnissen einer Stichprobe (z. B. Wahlumfrage, Verhaltensuntersuchungen an Kindern, Aufmerksamkeitsstudien bzgl. Werbung usw.) aus abgeschätzt werden, wie groß der statistische Fehler ist, d. h. wie weit der "wirkliche" Wert von dem Ergebnis der Stichprobe unter Berücksichtigung der erwünschcten Verläßlichkeit der Aussage abweichen kann.
Bei physikalischen Größen bezeichnet der Fehler die maximal zu erwartende Abweichung vom Sollwert. Er kann absolut (z.B. Länge
In der Softwaretechnik wird zwischen folgenden Typen von Fehlern in Programmen unterschieden:
Syntaxfehler sind Verstöße gegen die grammatikalischen Regeln der benutzten Programmiersprache. Ein Syntaxfehler verhindert bereits die Kompilierung des fehlerhaften Programms.
Gleiches gilt für semantische Fehler, die auftreten wenn (bei korrekter Syntax) Anweisungen im jeweiligen Kontext ungültig sind.
Laufzeitfehler treten auf, während das Programm abgearbeitet wird. Ursache sind meist fehlerhafte Eingabedaten oder eine ungeeignete Laufzeitumgebung (eine falsche Betriebssystem-Version etwa), oder aber logische Fehler (siehe unten) im Programm selbst. Bei einem Laufzeitfehler wird die Ausführung des Programms abgebrochen ("Absturz"). Hier wird zwischen folgenden Unterarten unterschieden:
Die Abwesenheit von Softwarefehlern kann nicht mathematisch bewiesen werden, sie muss durch aufwändige Tests belegt werden.
Siehe auch: Fauxpas, Fehler 1. und 2. ArtStatistischer Fehler
Physikalische Fehler
) oder relativ (in Prozent) angegeben werden. Der Fehler im physikalischen Sinn wird auch als Messunsicherheit bezeichnet. Die Größe des Fehlers wird mit Hilfe der Fehlerrechnung ermittelt.Softwarefehler
Logische Fehler (bugs) beruhen auf unrichtiger Implementierung der gewünschten Funktionalität im Programm. Logische Fehler sind vielfach schwer zu erkennen und manifestieren sich entweder im Auftreten von Laufzeitfehlern, oder aber schlicht darin, dass das Programm falsch arbeitet oder falsche Ergebniswerte liefert.






