FDDI
Das Fiber Distributed Data Interface (FDDI) ist eine 100 MBit/s standardisierte Netzwerkarchitektur für lokale Netzwerke (ANSI Standard X3T9.5). Als Medium werden Glasfaserkabel verwendet. Es können jedoch auch Kupferkabel verwendet werden, wobei der Standard dann CDDI (Copper ... für Kupfer) genannt wird. Als Topologie wird ein doppelter, gegenläufiger Token Ring verwendet.
Folgende Eigenschaften zeichnen FDDI Netzwerke aus:
- Medium: Glasfaser 1300 nm
- Frequenzband: Basisband
- Datenrate: 100 MBit/s
- Topologie: Doppelring (Datenring und Reservering)
- Arbitrierung: Token
- Fehlertoleranz: max. 1 Station (zusätzlich Bypassmöglichkeit)
- Abstand zwischen benachbarten Stationen: max. 2 km
- Ringlänge: max. 100 km
- Stationen pro Ring: max. 1000

FDDI Ring mit Routern und Konzentratoren
Normalerweise wird nur ein Ring verwendet. Ein Token durchläuft alle Stationen des Rings. Es muss von jeder Station, die es empfängt weitergeleitet werden. Falls eine Station senden will, wartet sie auf das Token, sendet die ausstehenden Daten und hängt wieder ein Token an.
Fällt eine Station auf dem Ring aus, so wird der zweite (Reserve-)Ring in Gegenrichtung verwendet. Vor und hinter der fehlerhaften Station werden die Daten zurückgesendet, so dass ein Einfachring entsteht. Fällt eine weitere Station aus, kommt es zur Separation des Netzwerks. Der Standard sieht zwar einen optischen Bypass vor, in der Praxis funktioniert dies aber nicht immer zuverlässig.

Ausfall einer Station im FDDI-Ring
FDDI war in die 1990er Jahren der designierte Nachfolger für das alte 10 Mbit Ethernet. Neue Entwicklungen wie Fast Ethernet und sogar Gigabit Ethernet waren jedoch schneller, wesentlich kostengünstiger und leichter einzusetzen. FDDI hat deshalb nie größere Bedeutung erlangt.






