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Fahrrad

Ein Fahrrad (schweizerisch Velo) ist ein meist zweirädriges Fahrzeug, dessen Räder im Regelfall (Ausnahme Dreirad) hintereinander angeordnet sind und das mittels Muskelkraft, üblicherweise durch das Treten von Pedalen, angetrieben wird.

Eine übliche Kurzbezeichnung für das Fahrrad ist "Rad". In der deutschsprachigen Schweiz wird die aus dem Französischen übernommene Bezeichnung "Velo" verwendet (Betonung liegt auf der ersten Silbe).

Table of contents
1 Geschichte
2 Technik
3 Arten
4 Bedeutung als Verkehrsmittel
5 wichtige Produzenten von Fahrradkomponenten
6 wichtige Fahrradhersteller
7 Weblinks

Geschichte

Eine erste theoretische Beschreibung der Funktionsweise des Fahrrades mit Kettenantrieb stammt von Leonardo da Vinci; seine Beschreibung wurde allerdings vergessen. Wenn auch seine Zeichnungen eines Fahrrades nach neuesten Untersuchungen eine Fälschung sein sollen, gilt als unbestritten, dass er mindestens 2 Zeichnungen des Kettenantriebes entworfen hat. Der erste Vorgänger des Fahrrades war die Draisine, die von Karl Drais 1817 konstruiert wurde. Man saß auf dem Zweirad und stieß sich mit den Füßen am Boden ab.

Eine Weiterentwicklung stellte das Pedalveloziped von 1866 dar, bei dem der Antrieb durch am Vorderrad angebrachte Pedale erfolgte. Mit dem Hochrad, das dem gleichen Antriebsprinzip folgte, konnten höhere Geschwindigkeiten erreicht werden; allerdings erforderte das Hochrad deutlich mehr Geschick. In dieser Zeit wurden die ersten Radrennen gefahren, dabei waren Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 40 km/h üblich.

Seit 1884 setzte sich das Niederrad durch, bei dem die Antriebskraft per Kette zum Hinterrad übertragen wird. Um 1900 wurde in der noch jungen Szene der Radfahrer eine Diskussion geführt: Freilauf oder Starrlauf des Hinterades. Die Lösung dieses Konfliktes sollte weitreichende Folgen haben, wurden doch sogar Rennen ohne den heute selbstverständlichen Freilauf gefahren. Die Freilaufgegner hatten ebenso gewichtige Argumente für die Nichtanerkennung des Freilaufs im Rennsport wie sie die Freilaufbefürworter hatten. Erst die erfolgreiche Markteinführung der Torpedo-Freilaufnabe der Fa. Fichtel & Sachs mit integrierter Rücktrittbremse 1904 beendete diesen Disput.

Die weitere Entwicklung des Fahrrades orientierte sich am Prinzip des Niederrades und veränderte Konstruktion und Materialien, ohne prinzipiell vom Konzept abzuweichen.

Bereits 1907 wurde die erste 2-Gang Nabenschaltung der Fa. Fichtel & Sachs auf den Markt gebracht. Sie besaß ebenfalls eine Rücktrittbremse.

Um den Luftwiderstand zu verringern und somit die mögliche Fahrgeschwindigkeit zu steigern, werden seit etwa 1980 tiefergelegte Zweiräder entwickelt, bei denen der Sitz in Bodennähe zwischen Vorder- und Hinterrad liegt, so genannte "Liegeräder".

Erste gefederte Fahrräder existierten bereits im 19. Jahrhundet. Etwa seit Mitte der 1990er Jahre beginnen gefederte Räder üblich zu werden, die den Komfort des Radfahrens steigern. Während Federgabeln bei Neurädern inzwischen weit verbreitet sind, setzen sich gefederte Hinterbauschwingen (Federrrahmen) noch langsamer durch. Nachteile einer Federung bei Fahrrädern sind das höhere Gesamtgewicht des Rades, teilweise unsichereres Fahrverhalten und Verschwendung von Muskelkraft. Vorteile sind Komfortgewinn und teilweise auch besseres Fahrverhalten. Diese auf den ersten Blich wiedersprüchliche Aussage bezieht sich auch verschiedene Untergründe, bei schneller Abfahrt auf Straßen ist ein starres Rad sicherer, im Gelände ein gefedertes. Alternativ dazu wurden gefederte Sattelstützen entwickelt.

Technik

Schaltung

Viele Fahrräder verfügen über eine (Gang-)Schaltung zur Veränderung der Antriebsübersetzung. Dabei kann man zwischen der Kettenschaltung und der Nabenschaltung unterscheiden. Aktuelle Fahrradmodelle erreichen mit einer Kettenschaltung (theoretisch) bis zu 30 unterschiedliche Kraftübersetzungen (Gänge). Praktisch und sinnvoll nutzbar sind davon etwa 15.

Bremsen

Auch bei der Bremse gibt eine eine ganze Reihe von Bauformen. Es gibt z.B. Felgenbremsen, Trommelbremsen, Scheibenbremsen, Rücktrittbremsen, Rollenbremsen. Bei den Felgenbremsen wiederum setzen sich neben den Seilzugbremsen zunehmend Hydraulikbremsen durch. Die Felgenbremse ist technisch gesehen eine Scheibenbremse. Gummiklotzbremsen sind fast ausgestorben, sie findet man nur noch an alten Tourenrädern

Arten

Die Unterscheidung nach Arten ist nirgendwo standardisiert, Bezeichnungen kommen und gehen. Überschneidungen sind nicht zu vermeiden, hier wird der Versuch unternommen, die verschiedenen Bezeichnungen etwas zu entwirren.

Siehe auch:

Gratisrad, Fahrradkette, Warum kann man eigentlich mit einem Fahrrad fahren, HPV

Bedeutung als Verkehrsmittel

Das Fahrrad ist in einigen Ländern ein nicht unbedeutendes Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte. Als umweltfreundliches und Energie sparendes Fortbewegungsmittel könnte es auch dazu dienen, die vom Kyoto-Protokoll vorgeschriebene CO2-Reduktion zu erreichen.

Das Fahrrad nimmt in vielen Industrienationen eine wachsende Bedeutung im städtischen Nahverkehr ein, während es in vielen ärmeren Städten der Erde schon länger eine bedeutende Rolle spielt. Die in einer Stadt zurückgelegten Wege, sind zu 50% 3 bis 5 km lang und so in der Regel mit einem Fahrrad gut zu bewältigen.

Einige Organisationen, die sich um das Fahrrad als Verkehrsmittel kümmert: European Cyclists' Federation, ADFC ..tbc.

wichtige Produzenten von Fahrradkomponenten

wichtige Fahrradhersteller

Weblinks




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