Eugenik
Eugenik
(gr. eugenes wohlgeboren) ist die historische Bezeichnung für die Anwendung der Erkenntnisse der Humangenetik auf Bevölkerungen.Durch Begünstigen der Fortpflanzung "Gesunder" durch frühen Eheschluss und der Unterstützung hoher Kinderzahlen einerseits sowie das Verhindern der Fortpflanzung "Kranker" durch Empfängnisverhütung andereseits sollten die Erbanlagen in der Bevölkerung langfristig "verbessert" und erblich bedingte Krankheiten vermindert werden.
Das eugenische Konzept beruht einseitig auf frühen humangenetischen Entdeckungen und sozialdarwinistischen Überlegungen, soziale Faktoren wurden vernachlässigt.
Die Eugenik war ein wichtiger Teil der nationalsozialistischen Ideologie und führte in Deutschland zu Zwangsmaßnahmen gegen Bevölkerungsgruppen, denen erbliche Minderwertigkeit zugeschrieben wurde. Im Namen der Eugenik wurden Zwangssterilisationen vorgenommen, Behinderte wurden (ungeachtet des rezessiven Erbgangs vieler erblich bedingter Erkrankungen) getötet. Dieses Vorgehen mündete schließlich in die eugenisch "gerechtfertigte" systematische Vernichtung "lebensunwerten" Lebens.
Gilbert Keith Chesterton merkte zur Eugenik an: Währen die "gezüchteten" Menschen geistig wirklich "Gesunde", so würden sie als allererstes ein solches menschenfeindliches Zuchtprogramm abschaffen.






